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Panorama Kreuzfahrtschiffe kollidieren in Venedig
Nachrichten Panorama Kreuzfahrtschiffe kollidieren in Venedig
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16:25 02.06.2019
Von Frank Behling
Kreuzfahrtschiff "MSC Opera" hat in Venedig ein Flusskreuzfahrtschiff gerammt. 2007 bis 2009 war das Schiff auch Stammkunde in Kiel. Quelle: Vigili del Fuoco/dpa
Venedig

Das Kreuzfahrtschiff "MSC Opera" war um 8.30 Uhr beim Einlaufen in die Lagune von Venedig im Giudecca Kanal aus dem Ruder gelaufen. Das 275 Meter lange Schiff rammte daraufhin am Kreuzfahrtterminal ein niederländisches Flusskreuzfahrtschiff. An Bord des Ausflugsschiffs sollen rund 130 Menschen gewesen sein. Auf der „Msc Opera“ haben mehr als 3500 Menschen Platz. 

Flusskreuzfahrtschiff weggeschoben

Auf einem im Internet veröffentlichten Video war zu sehen, wie das Kreuzfahrtschiff mit lautem Sirenengeheul Richtung Anlegestelle fährt und  die "MSC Opera" das Flusskreuzfahrtschiff "River Countess" von der Pier in Venedig wegschiebt und Passagiere von Hafenpersonal über die Kaimauer in Sicherheit gebracht werden. Dabei stürzten auch Menschen von einer Gangway und verletzten sich.

Wie es zu der Havarie kommen konnte, steht noch nicht fest. Spekuliert wurde, dass das Tau des Schleppers gerissen sei oder dieser die Kontrolle über das Kreuzfahrtschiff verloren habe. Denn: "Obwohl das Schiff von zwei Schleppern begleitet wurde, streifte es die Pier San Basilio", teilte die Reederei MSC mit. Bei der Untersuchung der Schäden und Ursache arbeite man eng mit den italienischen Behörden zusammen, so ein Sprecher.

Fünf Kreuzfahrer im Hafen von Venedig

Nach der Havarie in Venedig wurde das Fahrwasser und die Hafenzufahrt gesperrt. Ein zweites Kreuzfahrtschiff, die "MSC Magnifica" musste vor dem San Marco-Platz stoppen und dort in Warteposition gehen. Die havarierte "MSC Opera" wurde von weiteren Schleppern im Fahrwasser stabilisiert.

Auf beiden Schiffen sind rund 6000 Passagiere, die eigentlich am Morgen in Venedig aussteigen und die Heimreise antreten sollen. Sie können nun erst im Laufe des Nachmittags an Land. Wann die Sperrung aufgehoben wird, ist noch unklar.

Kritik an Kreuzfahrtschiffen in Venedig

Seit Jahren wird über die Schiffskolosse in der Unesco-Welterbestadt gestritten, die von Millionen Touristen besucht wird. Kritiker wollen die großen Kreuzfahrtschiffe komplett aus der Lagunenstadt verbannen. Bisher fahren sie im Kanal von Giudecca in Sichtweite von Sehenswürdigkeiten wie dem Markusplatz.

Der Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro, erklärte, das Unglück sei „der x-te“ Beweis, dass in dem Kanal keine Kreuzfahrtriesen mehr fahren könnten. Auch Italiens Verkehrsminister Danilo Toninelli sagte, die Stadt müsse besser geschützt werden.

Hier sehen Sie Bilder von der Havarie.

Geplant ist, dass die besonders großen Kreuzfahrtschiffe eine weniger spektakuläre Route um die Stadt fahren und in der Industriegegend Marghera anlegen. Über dieses Projekt wird allerdings auch seit Jahren debattiert. Die Unesco hat Venedig bereits gewarnt, dass die Riesenschiffe das Welterbe gefährdeten. Umweltschützer mahnen wegen Risiken für das besondere Ökosystem der Lagune. Unternehmer sehen dagegen ihr Geschäft in Gefahr.

Venedig hat große Kreuzfahrtschiffe bereits verboten

Die Hafenverwaltung hatte bereits 2017 die Durchfahrt von Kreuzfahrtschiffen mit einer Vermessung von über 96000 BRZ durch Giudecca-Kanal in der Lagune verboten. Die am Sonntag dort eingetroffenen Schiffe gehören zu der kleineren Kategorie und liegen alle unter diesem Limit.

In Venedig sind an diesem Sonntag fünf Kreuzfahrtschiffe zum Reisewechsel eingetroffen. Die "Norwegian Star", "Costa Deliziosa" und "Aidablu" hatten bereits am frühen Morgen am Kreuzfahrtterminal festgemacht. Außerdem sind mehrere Flusskreuzfahrtschiffe in Venedig.

Die "MSC Opera" und die "MSC Magnifica" waren früher auch Stammkunden des Kieler Hafens. Sie wurden in  Kiel inzwischen durch modernere und größere Schiffe von MSC abgelöst.

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