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Panorama Mordfall Leonie: Polizei ermittelt gegen Spendensammler
Nachrichten Panorama Mordfall Leonie: Polizei ermittelt gegen Spendensammler
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20:34 15.02.2019
Ein Screenshot von der Spendenseite für Leonie. Quelle: Facebook
Anklam

Wegen Unregelmäßigkeiten bei einer Spendensammlung für die Familie der toten Leonie (6) aus Torgelow hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Initiiert wurde die Facebook-„Spendenseite für Leonie“ im Januar von Ronny L. Der 28-Jährige stammt aus Mecklenburg-Vorpommern, wohnt aber in Lüneburg.

Er hatte ein sogenanntes „MoneyPool“-Konto auf der Plattform des Online-Bezahldienstes Paypal eingerichtet. Verwendungszweck war die Beerdigung des Mädchens. 435 Spender zahlten zwischen 20 Cent und 150 Euro ein. Einen Kontakt zur Familie und zu dem Spendensammler gab es nicht. „Wir kennen den Mann nicht und wussten gar nicht, dass er für die Beerdigung sammelt“, sagt Eva E., die Schwester von Leonies Vater.

Ende Januar fror Paypal das Konto ein. Laut Ronny L. begründete das Unternehmen dies mit dem Verdacht auf Geldwäsche. Nach eigenen Angaben suchte der selbstständige Bauunternehmer, nach vergeblichen Klärungsversuchen mit Paypal, selbst Hilfe bei der Polizei. „Ich hatte wiederholt Schriftverkehr mit Paypal und diesen auch online gestellt, damit alle Spender über den Sachverhalt informiert sind. Als es immer mehr negative Kommentare gab, ging ich auf die Polizei zu, bevor alles aus dem Ruder läuft.“

Weiterhin gibt er an, dass er am Mittwoch von Paypal informiert wurde, dass alle Spender ihr Geld zurückerhalten haben. Am Freitagmorgen informierte Ronny L. auf Facebook, dass er die Schließung der Spenden-Seite beantragt hat.

Ein Sprecher der Polizeiinspektion Lüneburg sagt zum Sachverhalt: „Die Polizei Anklam hat einen Hinweis aus ihrem Bereich erhalten und an uns übergeben. Noch ist unklar, ob jemand geschädigt wurde und ob es sich um eine Betrugsmasche handelt. Wir haben Ronny L. vorgeladen. Die Ermittlungen laufen.“

Von Juliane Schultz/OZ/RND

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