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Panorama Mord an 18-jähriger Maria: Angeklagter zeigt im Gerichtssaal den Mittelfinger
Nachrichten Panorama Mord an 18-jähriger Maria: Angeklagter zeigt im Gerichtssaal den Mittelfinger
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18:14 20.08.2019
Prozessbeginn: Der 21-jährige Angeklagte kommt in Handschellen und Fußfesseln in den Gerichtssaal im Landgericht Stralsund. Für den Mord an der 18-jährigen Maria aus Zinnowitz auf Usedom müssen sich am selben Tag der 19- und ein 21-Jähriger vor dem Gericht verantworten. Quelle: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa
Stralsund

Vor dem Landgericht Stralsund hat am Dienstag mit mehreren Unterbrechungen der Prozess gegen zwei junge Männer wegen Mordes an der 18-jährigen Maria aus Zinnowitz auf Usedom begonnen. Die 19- und 21-Jährigen töteten die schwangere Frau Mitte März nach Ansicht der Staatsanwaltschaft heimtückisch und aus Mordlust. Die beiden Deutschen wollten einen Menschen sterben sehen, wie es vom Gericht hieß.

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Angeklagte wollen sich zur Tat nicht äußern

Gleich nach Verlesung der Anklage wurde der Prozess mehrfach unterbrochen. Der Verteidiger des 21-jährigen Angeklagten gab vor dem Landgericht Stralsund an, das psychiatrisch-forensische Gutachten zur Einschätzung der Schuldfähigkeit seines Mandanten nicht erhalten zu haben. Die Kammer und der Verteidiger einigten sich darauf, die Gutachterin erst am 29. August zu hören, der Prozess sollte am Nachmittag fortgesetzt werden. Beide Angeklagte gaben an, sich zur Tat äußern zu wollen.

Unter großem Medieninteresse waren die beiden Angeklagten zuvor in Fuß- und Handschellen in den Gerichtssaal geführt worden. Während der Ältere keine Scheu hatte, sein Gesicht zu zeigen, hatte der 19 Jahre alte Mann sein Äußeres völlig verhüllt. Auf der Anklagebank sitzend, streckte er den auf ihn gerichteten Kameras den Mittelfinger entgegen.

Maria wurde mit mehreren Stichen getötet

Laut Anklage haben die beiden Männer die schwangere Frau Mitte März heimtückisch und aus Mordlust mit Stichen in Rücken, Kopf, Hals und Extremitäten getötet. Die aus Zinnowitz und einem Nachbarort stammenden Angeklagten waren einen Monat nach der Tat nach umfangreichen Ermittlungen festgenommen worden. Die Tatwaffe ist bis heute verschwunden.

In der Untersuchungshaft belasteten sie sich den Angaben zufolge gegenseitig. Der 19-Jährige habe eingeräumt, zugestochen zu haben.

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