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Panorama „Oh Happy Day“-Sänger Edwin Hawkins ist tot
Nachrichten Panorama „Oh Happy Day“-Sänger Edwin Hawkins ist tot
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10:40 16.01.2018
Edwin Hawkins ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Quelle: dpa
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New York

Edwin Hawkins, dessen Gospelsong „Oh Happy Day“ erst ein Welthit war und sich dann im Laufe der Jahrzehnte zu einem modernen globalen Kirchenlied entwickelte, ist tot. Er starb am Montag im Alter von 74 Jahren im kalifornischen Pleasantville, wie sein Publizist Bill Carpenter mitteilte. Er hatte Bauchspeicheldrüsenkrebs.

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GRAMMY® AWARD WINNER EDWIN HAWKINS PASSES AWAY Pleasanton, CA – Edwin Hawkins, the four-time Grammy® Award-winning...

Gepostet von Edwin Hawkins am Montag, 15. Januar 2018

Zusammen mit Andraé Crouch, James Cleveland und einigen wenigen anderen gilt Hawkins als einer der Gründer der modernen Gospelmusik. Aretha Franklin, Sam Cooke und andere Soulmusiker wurden Weltstars, indem sie Gospelmusik mit Poptexten verbanden. Hawkins gelang es mit seinen Edwin Hawkins Singers als einem der wenigen Gospelmusiker, auch selbst in der Popwelt außerordentlich erfolgreich zu sein.

Das erste Album der Edwin Hawkins Singers, „Let Us Go into the House of The Lord“ wurde 1968 veröffentlicht - mit Kirchengemeinden als Zielgruppe. Doch in San Francisco begannen Radiosender, das von Hawkins modern arrangierte Kirchenlied aus dem 18. Jahrhundert, „Oh Happy Day“, regelmäßig zu spielen. Der Song wurde als Single ausgekoppelt und war 1969 ein Millionenhit.

1970 wurden die Edwin Hawkins Singers mit einem Grammy für die beste Gospel-Darbietung ausgezeichnet. In dem Jahr waren sie an einem weiteren Top-Ten-Hit beteiligt: Sängerin Melanies „Lay Down (Candles in the Rain)“. Ex-Beatle George Harrison bezeichnete „Oh Happy Day“ als eine Inspiration für seinen Welthit „My Sweet Lord“. Stars wie Elvis Presley und Glen Campbell nahmen eigene Versionen von „Oh Happy Day“ auf.

Insgesamt bekam Hawkins in seiner Karriere vier Grammys - allein zwei 2007 für die Songs „Every Man Wants to Be Free“ und „Wonderful“.

Von RND/AP

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