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Panorama Oma bringt ihr eigenes Enkelkind zur Welt
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11:31 25.11.2016
Eine 48-jährge US-Amerikanerin hat für ihre Tochter ein Kind ausgetragen. Quelle: dpa
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Chico

Eine Frau bringt ein Baby zur Welt, das ihr Enkelkind ist – eine Geschichte, die unglaublich klingt, sich aber genauso abgespielt hat. Oma Megan Barker war hatte das Embryo ausgetragen, das aus dem Samen ihres Schwiegersohnes Tyler und einer Eizelle ihre Tochter Maddie im Reagenzglas gezeugt und der 48-Jährigen eingesetzt worden.

Dass es dazu kam, liegt daran, dass die 23 Jahre alte Maddie unter einer Unterleibserkrankung (Küster-Hauser-Syndrom) leidet, die eine Schwangerschaft unmöglich macht. Da sie und ihr Mann Tyler aber unbedingt Nachwuchs haben wollten, blieb nur eine Leihmutter – dafür wiederum reichten aber ihre finanziellen Verhältnisse nicht. Denn die Preise bei den Agenturen beginnen bei 75.000 Dollar, in der Praxis wird es aber viel, viel teurer.

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Oma Megan kann sich eine weitere Leihmutterschaft vorstellen

„Dann nehmt mich doch“, schlug Megan vor, die neben Maddie noch zwei jüngere Töchter hat. „Wenn ich Euch damit glücklich machen kann, helfe ich, denn auch ich möchte gerne Oma werden.“

Ende Oktober war es soweit. Baby Gus kam in einer Klinik in Chico nördlich von San Francisco zur Welt, gesund und gut 3500 Gramm schwer. Dass es seine Oma war, die ihn ausgetragen hat, wird er erst später erfahren. Zurzeit ist er nur daran interessiert, pünktlich was zu essen zu bekommen und möglichst viel zu schlafen.

Maddie Coleman strahlte vor Glück, als ihre Mama ihr das Baby im Kreißsaal in die Arme legte, wie sie „CBS“ erzählte: „Er ist das größte Geschenk, das ich je bekommen habe.“ Und vielleicht nicht das letzte. Denn während sich zurzeit noch alles um den kleinen Gus dreht, kann sich Megan Barker vorstellen, vielleicht noch einmal einzuspringen, falls der Junge ein Geschwisterchen braucht.

Die Oma des Jungen geht mit der Leihmutterschaft locker um. „Es ist ihr biologies Baby“, sagte Megan Barker dem Sender WAFB. „Ich habe es nur ausgebrütet.“

Von RND/sin/wer