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Panorama Omas Restaurant auf Rügen sperrt Kinder aus
Nachrichten Panorama Omas Restaurant auf Rügen sperrt Kinder aus
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18:01 15.08.2018
Ab 17 Uhr sind keine Kinder unter 14 Jahren willkommen. Ein Aufsteller vor dem Restaurant weist auf die neue Regelung hin. Quelle: Rudolf W. Markl
Binz

Ab 17 Uhr kein Zutritt für Kinder: Im Restaurant „Oma’s Küche und Quartier“ in Binz wird seit Montag Kindern unter 14 Jahren abends kein Zugang mehr gewährt.“ Ab dann sind wir erwachsenenfreundliches Restaurant“, sagt Betreiber Rudolf W. Markl. Es gehe nicht darum, Kinder zu vertreiben, sondern Erwachsenen Ruhe und Entspannung beim Essen zu bieten. „Das Angebot wird sehr gut angenommen, auch von Eltern“, so der 65-Jährige.

Betreiber haderte mit Schritt

Er und sein Team hätten sich diesen Schritt lange überlegt. Grund: Die schlechte Erziehung mancher Kinder. Die Knirpse würden toben und schreien und damit andere Gäste und das Servicepersonal erheblich stören. Kinderspeisekarte, Ausmalblätter und ein Steckspiel - vieles habe Markl versucht, um Angebote für die kleinen Gäste schaffen. Nun sei das Maß voll gewesen. Es gab auch die Überlegung, Kinder überhaupt nicht mehr im Restaurant zuzulassen, räumt Markl ein. „Aber damit würde man die gut erzogenen Kinder benachteiligen.“

Im Internet schlägt dem Gastronomen eine Welle der Empörung entgegen, sogar „Kinderfeindlichkeit“ und „Kinderhass“ werden ihm vorgeworfen. Markl fühlt sich falsch verstanden. „Die Kommentare auf Facebook gehen teilweise unter die Gürtellinie, das tut sehr weh. Aber den Schuh ziehe ich mir nicht hat an“, so Markl, der in der Vergangenheit für Kinder Puppentheater inszenierte und die Stücke selbst schrieb sowie jahrelang einen nostalgischen Weihnachtsmarkt vor seinem Haus organisierte.

Tourismusverband sieht kein Problem

Tobias Woitendorf, Sprecher des Landestourismusverbands, sieht keinen Anstoß. „Es geht vielen Unternehmen so, dass sie ihre Produkte nicht für jeden Besucher anbieten können. Es gibt immer spezielle Zielgruppen.“ Familien müssten sich jedoch nicht sorgen, „dass sie in Binz nicht erwünscht sind, nur weil ein Restaurant sich spezifiziert.“

„Ich sehe kein Problem darin, dass jemand ein Restaurant unter diesen Bedingungen öffnet. Es gibt auch viele Restaurants, die speziell auf Familien ausgerichtet sind“, sagt Ralf Schlüter, Dehoga-Sprecher für den Landkreis Vorpommern-Rügen.

Aufregung um seine Ideen ist Rudolf W. Markl gewohnt. Als er im Jahre 2007 sein Restaurant aufmachte, deklarierte er es als Nichtraucherlokal - das erste auf Rügen. Seit dem letzten Jahr sind die acht Themenappartements seines Boutique-Hotel „kinderfreie Zone“.

Von OZ/RND

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