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Panorama Polizisten müssen sich nicht für tödliche Schüsse auf Afroamerikaner verantworten
Nachrichten Panorama Polizisten müssen sich nicht für tödliche Schüsse auf Afroamerikaner verantworten
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22:48 05.03.2019
Salena Manni, die Verloebte des erschossenen Stephon Clark. Quelle: AP Photo/Rich Pedroncelli
Sacramento

Zwei Polizisten aus dem US-Staat Kalifornien müssen sich nicht für die tödlichen Schüsse auf einen unbewaffneten Schwarzen verantworten. Die beiden Beamten hätten gedacht, der 22-jährige Stephon Clark habe eine Waffe in der Hand, als sie ihn vergangenes Jahr erschossen, sagte der Justizminister von Kalifornien, Xavier Becerra, am Dienstag. Deshalb werde er keine Anklage gegen sie erheben.

Becerra folgte damit der Auffassung der Staatsanwaltschaft in den Fall. Die Angehörigen Clarks hatten ihn gedrängt, die beiden Polizisten zur Verantwortung zu ziehen. Der Tod Clarks hatte vergangenen März in Sacramento und darüber hinaus Proteste ausgelöst. Es war einer von mehreren Fällen in den vergangenen Jahren, bei denen unbewaffnete Schwarze von meist weißen Polizisten erschossen wurden. Daraus entstand die Protestbewegung „Black Lives Matter“, die Polizeigewalt gegen Schwarze anprangerte.

Im Fall Clark wollten die beiden Polizisten einen Fall von mutmaßlichen Vandalismus untersuchen, als Clark mit einem Gegenstand in der Hand aus dem Hinterhof seiner Großeltern auf sie zukam. Clark wurde von sieben Schüssen getroffen und starb. Der Gegenstand war, wie sich später herausstellte, nur ein Handy.

Von RND/AP