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20:06 30.09.2016
Bis zu 20 Millionen Tonnen Lebensmittel werfen wir Deutschen in jedem Jahr weg, zwei Drittel davon sind pure Verschwendung. Doch es regt sich Widerstand: mit Restaurantprojekten, Foodsharing-Plattformen im Internet und mehr Bewusstsein für den Wert von Obst, Gemüse & Co. Quelle: dpa

Das Leben einer knallroten Tomate ist von Abschieden geprägt. Sie hängt am Strauch und glänzt in der Sonne, wird gepflückt und von ihren weniger roten Geschwistern getrennt. Ein Computer untersucht die Farbe; wer nicht rot genug ist, für den endet die Reise hier. Die rote Tomate kommt in eine Kiste, auf einen Lkw, irgendwann in den Supermarkt. Gesichtskontrolle: Wer nicht gut aussieht, fliegt raus. Dann liegt sie wieder zwischen anderen, im Karton schräg an die Wand gelehnt und mit Spiegeln über sich.

Kunden wühlen mit ihren Händen, zwei Tomaten kullern zu Boden, eine zwischen die Gurken. Einige bekommen Druckstellen, nach ein paar Stunden sind sie matschig. Eine platzt, ihr Saft läuft zwischen die anderen. Mitarbeiter kommen, sammeln die eingedellten Tomaten heraus, die geplatzten, die weichen.

Die rote Tomate findet sich schließlich in einer Hand wieder, wird vorsichtig gedrückt, gewogen, in eine Papiertüte gesteckt, bezahlt, eingepackt, nach Hause getragen. Und dort liegt sie dann sieben Tage lang, während die anderen Tomaten um sie herum gegessen werden, bis sich endlich jemand erbarmt und sie wegschmeißt. Und so geschieht es an jedem Tag, in jeder Stadt, und wir alle machen mit.

Am Anfang stand die Mülltonne

Fast alle. Ein paar Leute haben sich zusammengeschlossen und versuchen, besser mit Lebensmitteln umzugehen. Sie wollen aufklären und sie wollen umverteilen: Wer zu viele Tomaten gekauft hat, gibt welche ab. Und bekommt bei anderer Gelegenheit vielleicht ein Glas Himbeermarmelade geschenkt.

Foodsharing.de ist eine der Plattformen, die das organisieren wollen. Einen ganzen Dönerspieß könnte ich mir sofort abholen. Gratis, zwei Straßen weiter, ich müsste nur vorher anrufen. Zwei Lebensmittelretter haben das Fleisch direkt in der Dönerbude abgeholt, nun ist es zu verschenken. Vier Kilo, aber sie müssten noch mal durchgebraten werden, schreiben die Retter. Gurken, Zucchini und Paprika bietet ein anderer an, für den Nachtisch noch Puddingpulver, "mit polnischer Aufschrift, keine Ahnung, was das ist". Die Idee dahinter ist simpel: Wer zu viel im Kühlschrank hat, der verschenkt es einfach an den Nächsten.

Berühmt wurden die "Foodsaver" durch das Mülltauchen. In Containern suchten sie nach Lebensmitteln, die noch genießbar sind. Doch das Schmuddelimage ist überholt: Heute organisieren sich die Lebensmittelretter und holen Überschüssiges direkt aus den Lagerräumen ab. Restaurantbetreiber und Supermärkte kooperieren, sie müssen so schließlich weniger für die Entsorgung bezahlen. Und die Aufmerksamkeit für die Mülltaucher hat noch mehr bewirkt: Verbraucher machen sich Gedanken darüber, wie viel wir kaufen und wie viel davon wir entsorgen.

Gemeinsam mit Lebensmitteln kochen, die andernfalls im Müll gelandet wären: "Schnippeldiscos" wie hier in Madrid sind nur ein Beispiel für den Protest gegen Lebensmittelverschwendung. Quelle: Cocook / CC BY-SA 2.0

Wer nicht alles sofort wegwirft oder auch mal Nachbars Joghurtreste vor dem Urlaub übernimmt, der spart Geld und begegnet einem drängenden Problem: Wir werfen zu viele Lebensmittel weg. Und auch wenn die Foodsaver bei Restaurants und Supermärkten ansetzen – die wahren Sünder sind wir, die Haushalte. 61 Prozent der weggeworfenen Lebensmittel stammen aus den Privathaushalten, haben Wissenschaftler der Universität Stuttgart ausgerechnet.

Foodsharing.de will Menschen zusammenbringen, die weniger Essen wegwerfen wollen. Als Tauschplattform verstehen sich die Macher übrigens nicht. Ich kann geben oder nehmen, verhandelt wird nicht. Zu den Online-Inseraten kommen die "FairTeiler", Kühlschränke in Großstädten. Im Hamburger Stadtteil Winterhude ist die Politik begeistert, in Berlin wird derweil diskutiert, ob die Kühlschränke nicht eigentlich Lebensmittelunternehmen sind und deshalb ständig überwacht und protokolliert werden müssten.

Das Internet als Verteilerstation

Kleine regionale Gruppen gibt es fast für jede Stadt bei Facebook. Sie finden sich unter den Stichworten "Foodsaver", "Foodsharer", "Foodsharing" oder "Lebensmittel retten" in Verbindung mit dem Namen der eigenen Stadt. Mit mehr als 2000 Mitgliedern gehört "Lebensmittel retten Magdeburg" zu den größten lokalen Gruppen.

Täglich schreiben die Betreiber hier, wie voll ihre Verteilerstationen gerade sind, posten Fotos aus den Kühlschränken oder berichten von aktuellen Aktionen. Die Nutzer bieten übrig gebliebene Himbeeren an, ungeliebte Konservendosen oder Überschüsse vom Apfelbaum. Andere fragen nach Obst und Beeren für die Marmeladen-Experimente der Kinder.

Wer gern sein Lieblingsrestaurant um Übriggebliebenes erleichtern möchte, der ist bei "Too Good To Go" an der richtigen Adresse. In der App oder auf der Seite toogoodtogo.de stellen Restaurants und viele Bäckereien ihre Reste ein. Der Nutzer kauft dann einen Gutschein und kann sich, meist abends, eine Box oder Tüte abholen. In Berlin und Hamburg nehmen viele Restaurants teil, aber auch in Hannover, Kiel, Leipzig, Dresden oder Bremen gibt es "TGTG"-Teilnehmer. Ein Gutschein kostet in der Regel 3 Euro, dafür gibt's Brötchen und andere Backwaren, Leckeres vom Feinkosthändler oder Knoblauch und Tomaten, die der italienische Koch selbst im Großmarkt ausgewählt hat.

Legal und kostenlos ernten, mitten in der Großstadt: Die Initiative "mundraub.org" sammelt europaweit Nutzersichtungen von herrenlosen Obst- oder Nussbäumen und Beerensträuchern. Quelle: mundraub.org

Zu viele Äpfel im Garten, keine Lust, selbst in den Kirschbaum zu klettern oder nicht das richtige Gerät zur Hand? Auf der Seite mundraub.org und der gleichnamigen rund 20 000 Anhänger starken Facebook-Community stellen die Nutzer Obstbäume ein, die legal geerntet werden dürfen. Gut zum Nachmachen: Einige Nutzer haben lokale Gruppen gegründet, in denen sie sich über pralle Himbeeren und volle Streuobstwiesen um die Ecke austauschen.

Und in den USA rufen Blogger und Buchautoren schon dazu auf, sogenannte Roadkills zu essen, Tiere, die im Straßenverkehr umgekommen sind. Sogar Kochbücher gibt es. "Das Fleisch ist mager und sauber", befindet die Bloggerin Lori Parr, "es wurde nie mit Antibiotika oder Hormonen behandelt."

"Im Prinzip sollten natürliche Ressourcen nicht verschwendet werden", findet Detlef Zacharias, Präsident des Landesjagdverbands in Berlin. Vor dem Verzehr warnt er dennoch. Jäger beobachten Wildtiere vor einem Abschuss, sie achten auf Krankheitssymptome: "Abnorme Verhaltensweisen, wie etwa fehlendes Fluchtverhalten, unkoordinierte Bewegungsabläufe oder abnorme Lautäußerungen, Husten zum Beispiel." Deshalb dürfen Jäger Fleisch aus Wildunfällen auch nicht abgeben: "Der Jäger trägt – wenn er das Tier selbst verzehrt – das Risiko ausschließlich für sich selbst." Wer selbst ein Tier anfährt und behält, macht sich übrigens der Wilderei schuldig.

Und ganz so sauber, wie die Bloggerin findet, sei das Fleisch auch gar nicht, weil das Tier nach dem Tod nicht mehr vor seinen Verdauungsbakterien geschützt ist. Zacharias klärt auf: "Im warmen und feuchten Tierkörper breiten sich Bakterien viel schneller aus. Ein zum Verzehr geeignetes Lebensmittel wird so aus meiner Sicht nicht gewonnen."

Die Gesellschaft denkt um

Bewirken die Lebensmittelretter ein breites gesellschaftliches Umdenken? Oder ist alles nur ein schnelllebiger Trend? Zukunftsforscher Michael Carl vom Thinktank 2bahead sieht die Wahrheit irgendwo in der Mitte: "Nachhaltige Ernährung ist eine Art, seine Identität auszudrücken. Und je verfügbarer Produkte sind, desto wichtiger ist es für die Kunden, sich durch Konsum von der Masse abheben zu können."

Gleichzeitig erwartet Carl nicht, dass sich in einigen Jahren alle nachhaltig ernähren werden. Immerhin entstehe durch die steigende Popularität nachhaltiger Lebensführung ein stabiles Segment – sowohl bei der Ernährung als etwa auch bei Kleidung: "Standard ist vorbei", hält der Trendforscher fest. Heute beherrschten vor allem Produkte mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis den Markt, und eben solche, die für einen nachhaltigen Lebensstil stehen. "Deshalb wird Transparenz in der Zukunft noch wichtiger für Unternehmen: Welchen Weg hat das Ei genommen? Was ist wirklich im Fertiggericht drin?"

Tatsächlich hat der Trend zum bewussteren Umgang mit Lebensmitteln bereits politische Konsequenzen nach sich gezogen. In Frankreich ist es für Supermärkte seit diesem Jahr illegal, Lebensmittel wegzuwerfen. Im dänischen Kopenhagen hat ein Supermarkt eröffnet, der nur Lebensmittel verkauft, die Händler oder Bauern aussortiert haben.

Es tut sich was: In Kopenhagen bietet der Supermarkt "WeFood" aussortierte Lebensmittel zum halben Preis an; die französische Supermarktkette Intermarché machte mit einer preisgekrönten Plakatkampagne auf den Charme von Obst und Gemüse abseits der Norm aufmerksam. Quelle: L'imaGiraphe / CC BY-SA 2.0

In Deutschland diskutieren wir wieder über das Mindesthaltbarkeitsdatum. "Wir werfen massenweise gute Lebensmittel weg, weil die Hersteller zu große Sicherheitspuffer eingebaut haben", kritisierte Landwirtschaftsminister Christian Schmidt im Frühjahr. Denn das Mindesthaltbarkeitsdatum bezeichnet genau das, was es sagt: Wie lange ein Lebensmittel mindestens haltbar ist. Nicht höchstes. Ist es also abgelaufen, könnte der Joghurt so langsam schlecht werden. Muss er aber nicht.

Erst recht gilt das für schwerer verderbliche Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Kaffee und Salz. Bei ihnen soll bald nur noch das Herstellungsdatum auf der Packung stehen, wünscht sich Schmidt. Ernährungswissenschaftlerin Antje Gahl von der DGE warnt aber vor Daumen-Regeln wie "ein Drittel länger, als auf der Packung stand": "Bei Frischprodukten lässt sich das pauschal schwierig sagen." Bei angemessener Lagerung seien viele Lebensmittel aber durchaus noch länger genießbar.

20 Millionen Tonnen Lebensmittel landen im Müll

Und wenn es nur die letzte Käsescheibe ist: Lebensmittel wegwerfen tut immer ein bisschen weh. Sinnlos Geld ausgegeben einerseits, die hungernden Kinder in Afrika andererseits, aber hey, es ist ja nur eine Scheibe Käse? Falsch: Es läppert sich. Aufs Jahr gerechnet und für ganz Deutschland betrachtet, werden die Zahlen plötzlich gigantisch: Bis zu 20 Millionen Tonnen werfen wir Deutschen in jedem Jahr weg, mindestens zwei Drittel davon sind pure Verschwendung. Unsere Geldbeutel sind größer, als unsere Mägen. Und das will beim Trend zur Fettleibigkeit schon einiges heißen. Mit unseren Resten könnten wir die Niederlande und Belgien durchfüttern, gratis.

Weltweit ist das Problem noch drastischer: Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) schätzt, dass ein Drittel aller Lebensmittel entsorgt wird, vor allem Brot, Gemüse und Obst. Die Überproduktion verbraucht Flächen und belastet unsere Atmosphäre. Wir schmeißen mehr weg, als andere zu essen haben – und bedenken kaum die Konsequenzen. Der Trend zum Lebensmittelsparen war längst überfällig.

Von Isabell Prophet

Resteessen à la carte

Zwei große Körbe voller Brotlaibe, Brötchen, Croissants und süßer Stückchen sind dieses Mal bei der Lieferung dabei gewesen. "Wie so oft", sagt Dennis Pattloch und seufzt ein bisschen. Es ist sein erster Arbeitstag als Koch im Reste-Restaurant, und nun ist er dafür verantwortlich, aus den Brotresten, den Karotten, Tomaten, Paprikas und Bohnen ein leckeres Menü zu zaubern.

"Es ist erfrischend, mal verkehrt herum zu arbeiten", sagt der 30-Jährige, während er Tomate um Tomate in kleine Würfel schneidet und das kernige Innere in einen Topf wirft. "Sich nicht erst das Menü auszudenken und die Ware dafür zu kaufen, sondern den Leuten zeigen, dass es auf die inneren Werte ankommt." Er hält eine Tomate hoch – rot, oval, mit ein paar winzigen Fältchen in der Haut. "Ich bin überrascht, wie hochwertig die Produkte sind, die wir bekommen."

Vor zehn Jahren hat Pattloch seine Ausbildung zum Koch gemacht und seitdem in verschiedenen Restaurantküchen gearbeitet. "Gerade in der gehobenen Gastronomie hatte ich schon mal ein schlechtes Gewissen, weil so viel weggeschmissen wird." Der Job im Restlos glücklich kam ihm da gerade recht: "Ich bin froh, dass ich jetzt in einem kleinen Laden bin, wo es entspannter zugeht."

Gutes von gestern: Im Berliner "Restlos glücklich" funktioniert vieles anders als in den meisten Restaurants. Quelle: Schulz

Initiatorinnen des Berliner Restelokals sind Leoni Beckmann und Anette Keuchel, die in Kopenhagen ein ähnliches Restaurant kennengelernt hatte. Als Bildungsmanagerin war für Beckmann von Anfang an wichtig, nicht nur ein Restaurant zu eröffnen: "Das Lokal ist nur der Aufhänger", so die 28-Jährige. "Eigentliches Ziel ist es, möglichst viele Leute über Bildung zu erreichen." Im Frühling 2015 organisierten die beiden zusammen mit anderen ehrenamtlich Engagierten erste Kochkurse für Kinder und Jugendliche, seitdem finden regelmäßig Workshops und Veranstaltungen zu den Themen Lebensmittelverschwendung und bewusster Konsum statt.

Seit Herbst 2015 gibt es den Verein Restlos glücklich, der auch das gleichnamige Restaurant betreibt. Fest angestellt sind lediglich die beiden Köche, der Lokalleiter und die Geschäftsführerin, alle anderen 60 Mitarbeiter sind ehrenamtlich dabei. "Das gehört zum Konzept", erklärt Beckmann. "Erst dachte ich, es ist blöd, wenn alle ohne Bezahlung arbeiten, aber die Atmosphäre ist so toll und wir sind ein großartiges Team."

In der Küche schnippelt Martina Gemüse. Die 23-jährige Kanadierin macht gerade einen Deutschkurs in Berlin, danach möchte sie in der Hauptstadt studieren. Zweimal pro Woche kommt sie freiwillig zum Helfen vorbei. Später gesellt sich Dieter dazu, Bänker und Hobbykoch. Er ist durch seine Frau auf das Restaurant aufmerksam geworden und freut sich, wenn er zwischendurch dem Profi über die Schulter schauen kann und ein paar Tipps bekommt.

Gutes Essen, gutes Gewissen: Der Verein "Restlos glücklich" will für den Wert von Lebensmitteln sensibilisieren. Quelle: Schulz

Draußen am Tresen holen sich zwei Kinder Limonade, ihr Vater studiert die Speisekarte. "Zweimal Röstbrote, zweimal Bohnen-Champignon-Gemüse, zweimal Pfannengemüse", bestellt er. Zwei junge Männer setzen sich an einen Tisch in der Mitte des Lokals und schauen sich neugierig um: unverputzte Wände, bunt zusammengewürfeltes Mobiliar. An der Decke kreist ein Ventilator und vertreibt den Geruch nach Knoblauch, der aus der Küche zieht.

Die Ware kommt von verschiedenen Händlern. Ein Bio-Supermarkt überlässt dem Verein unverkäufliches Obst, Gemüse, Brot und andere Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, von einer Weinhandlung bekommt das Lokal bereits geöffnete Flaschen, die zu Weinproben angeboten wurden. Einzig Öl und Fett müssen noch zugekauft werden.

Die Gäste lassen sich die unverkäuflichen Überbleibsel schmecken. Dass die Kartoffeln womöglich schrumpelig waren oder die Brote schon länger gelegen haben, scheint sie nicht zu stören. "Neun von zehn Punkten" vergibt der Junge, dessen Familie jedes Gericht gleich zweimal bestellt hat.

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