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Panorama Seine Königliche Hoheit Prinz Louis von Cambridge
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20:47 27.04.2018
Der Name des Kindes hat einen ernsten Hintergrund: Damit wird britischen Medien zufolge an Louis Mountbatten erinnert. Quelle: dpa
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London

Es war diese eine Frage, die seit Tagen in der Presse und in sozialen Medien, im Pub und beim Nachmittagstee mit britischer Leidenschaft diskutiert wurde: Wie heißt der kleine Prinz? Mehr als 100.000 Wetten wurden im Königreich auf den Namen des dritten Sprösslings von Herzogin Catherine und Prinz William abgegeben.

Die Favoriten der Buchmacher waren Arthur und Albert. Am Freitagmittag hatten das Warten, das Rätseln und Spekulieren dann endlich ein Ende: Gestatten, Seine Königliche Hoheit, Prinz Louis von Cambridge. Immerhin, ganz falsch lagen die Wettbüros nicht. Das am Montagvormittag im Londoner St.Mary’s-Krankenhaus geborene dritte Kind von Kate und William nach dem vierjährigen Prinz George und der zwei Jahre alten Prinzessin Charlotte heißt mit vollem Namen Louis Arthur Charles, wie der Kensington-Palast am Freitag bekanntgab.

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Damit zollt das royale Paar traditionsbewusst dem Großvater des Neugeborenen, Thronfolger Prinz Charles, Tribut. „Es ist eine große Freude, ein weiteres Enkelkind zu haben“, sagte der 69-Jährige diese Woche. „Das einzige Problem ist, dass ich nicht weiß, wie ich mit ihnen mithalten soll.“

Louis wird wohl nie König der Briten werden

Der Name Louis genoss dagegen vor allem Popularität auf der anderen Seite des Ärmelkanals: 18 französische Könige trugen diesen Namen. Der berühmteste unter ihnen, Louis XIV, hält noch immer den Rekord des am längsten an der Spitze eines souveränen Staates stehenden Monarchen in der europäischen Geschichte: Mehr als 72 Jahre herrschte der Sonnenkönig über Frankreich.

Dass der Sohn der Familie Cambridge eines Tages zum britischen Monarchen gekrönt wird, ist dagegen unwahrscheinlich. Er steht nach Prinz Charles, Prinz William, Prinz George und Prinzessin Charlottes nur an fünfter Stelle der Thronfolge.

Warum also Louis? Es sei eine „rührende Ehrerweisung“ gegenüber Lord Mountbatten, dem Onkel des 96-jährigen Prinzgemahls Philip, befand die Boulevardzeitung „Daily Mail“. Dieser hieß mit vollem Namen Louis Francis Albert Victor Nicholas Mountbatten und stand auch Prinz Charles sehr nahe.

Mountbatten sei „der Großvater gewesen, den er nie gehabt habe“, zitierte der „Telegraph“ den ältesten Sohn von Königin Elizabeth II. Der britische Admiral wurde 1979 zusammen mit drei weiteren Menschen bei einem Bombenanschlag der Provisional Irish Republican Army (IRA) auf seinem Fischerboot getötet.

Arthur ist ein beliebter Mittelname

Auch Prinz William und Prinz George tragen den Namen Louis, der soviel wie „berühmter Kämpfer“ bedeutet. Dass die Buchmacher auf Arthur getippt hatten, liegt vor allem daran, dass der Vorname trotz seiner royalen Historie schon länger nicht mehr als Erstname verwendet wurde. Dafür steht er hoch im Kurs als Mittelname: Baby Nummer Drei der Familie Cambridge teilt sich ihn mit seinem Vater, Prinz William Arthur Philip Louis, und seinem Großvater, Prinz Charles Philip Arthur George.

Von Katrin Pribyl/RND

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