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Panorama Das sind die verrücktesten Polizeimeldungen der Woche
Nachrichten Panorama Das sind die verrücktesten Polizeimeldungen der Woche
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17:43 12.11.2018
Diese Fälle haben die Polizei in der vergangenen Woche beschäftigt. Quelle: RND/Montage
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Hannover

Das Leben schreibt meist die besten Geschichten – und beinahe täglich finden diese sich in den Polizeimeldungen wieder. Eine kleine Auswahl der verrücktesten Fälle der Woche haben wir hier zusammengestellt.

Die falsche Leiche im Wald

Ein Fahrradfahrer entdeckte am Donnerstag einen leblosen Frauenkörper unter einer rosafarbenen Decke in einem Waldstück in der Region Hannover. Er bekam einen Schreck, traute sich nicht unter die Decke zu sehen und meldete die vermeintliche Leiche der Polizei. Die fuhr gemeinsam mit Rettungswagen und Notarzt in den Wald, doch dann stellte sich heraus, worum es sich handelt: eine Liebespuppe aus Silikon. Weitere Hinweise auf den Eigentümer haben die Beamten nicht gefunden, obwohl die Ermittler bei der Puppe von einem Wert von über 1000 Euro ausgehen. Bleibt abzuwarten, ob sich dafür jemand im Fundbüro melden wird.

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Räuber will lieber keine fette Beute

So viel wollte er dann doch nicht: Ein Räuber hat einen Getränkemarkt in Werder bei Potsdam überfallen – und wollte nur einen Teil des Geldes haben. Er forderte vom Mitarbeiter Bargeld aus der Kasse und drohte mit einem pistolenähnlichen Gegenstand, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Als der Kassierer dem Täter das Geld geben wollte, erklärte der Mann, dass er so viel nun auch wieder nicht benötige. Der Kassierer gab daraufhin nur einen Teil heraus, anschließend flüchtete der Mann. Trotz seiner Bescheidenheit fahndet die Polizei nun nach dem Räuber.

Notfall auf Spielplatz: Kind bleibt in Röhre stecken

Diesen Spielplatzbesuch hat sich eine Neunjährige wohl anders vorgestellt. Auf einem Spielplatz in Baden-Württemberg ist sie in einer Röhre steckengeblieben und hat damit einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, hatte sich das Mädchen in der Röhre derart verkeilt, das es sich nicht mehr selbst befreien konnte. Die Feuerwehr erlöste das Kind demnach aus der misslichen Lage, indem sie anrückte und das Spielgerät zerlegte. Die Neunjährige kam vorsorglich in ein Krankenhaus.

Nickerchen im Auto vor geschlossener Bahnschranke

Eine Zwangspause mussten Polizisten am späten Freitagabend in Zossen einlegen, als sie an einem geschlossenen Bahnübergang warten mussten. Als sich die Schranke wieder öffnete, fuhr der vor ihnen stehende Wagen allerdings nicht los. Als die Beamten den Fahrer kontrollieren wollten, war schnell klar, warum er nicht weitergefahren war: er schlief. Als er von der Polizei geweckt wurde, stand gleich ein Atemalkoholtest auf dem Programm. Der ergab 0,78 Promille. Die Weiterfahrt wurde ihm untersagt, die Polizisten leiteten ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen ihn ein.

Zehnjähriger verfolgt Dieb und erobert Geldbörse zurück

Ein mutiger Zehnjähriger hat sein Portemonnaie von einem Dieb zurückerobert. Der Schüler hatte in Bremen seine Geldbörse an einer Ampel fallen lassen, als er sie in seinem Ranzen verstauen wollte. Ein unbekannter Mann habe daraufhin das Kind geschubst und sei dann mit dem Portemonnaie davongerannt, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der Junge drückte am Dienstag seinen Ranzen kurzerhand einem Mann neben sich in die Hand und verfolgte den Dieb. Nach wenigen Metern holte er ihn ein und stellte ihm ein Bein. Der Mann fiel hin. Dabei ließ er das Portemonnaie fallen, das der Junge schnell aufhob. Der Täter rannte davon.

Frau setzt beim Frisieren ihr Bett in Brand

Wer mit Haarspray hantiert, sollte nicht gleichzeitig eine glimmende Zigarette neben sich liegen haben. Was passieren kann, wenn man dieses trotzdem tut, hat eine 49-jährige Frau aus der Region Hannover am Mittwochabend erlebt. Sie setzte ihr eigenes Bett in Brand. Verletzungen zog sich die Frau bei der unglücklichen Aktion zum Glück nicht zu. Sie löste aber einen Feuerwehreinsatz mit komplettem Löschzug und 23 Rettungskräften aus.

Harry Potter-Fan vergisst in die Schule zu gehen

Ein spannendes Buch aus der Harry Potter-Reihe hat eine Zwölfjährige so sehr gefesselt, das sie die Schule schwänzte und auch bei Einbruch der Dunkelheit nicht zu Haus erschien. Familienangehörige suchten am Montagabend vergeblich nach dem Mädchen in Moordeich in Niedersachsen und alarmierten schließlich die Polizei. Die Feuerwehr entdeckte schließlich erst das Fahrrad und gegen 22 Uhr auch die Vermisste wohlbehalten in einem Gebüsch an einer Sportanlage. Das Mädchen hatte dort nach Polizeiangaben den ganzen Tag mit dem Lesen des Buches verbracht.

Jugendlicher hält Geleebananen für abgetrennte Finger

Aufregung in einem Thüringer Parkhaus: Ein 15-Jähriger rief dort am Montagnachmittag die Polizei und berichtete von einem grausigen Fund. Er glaubte, zwei abgetrennte Finger gefunden zu haben. Bei genauerer Betrachtung vor Ort, konnten die Beamten allerdings Entwarnung geben. Bei den vermeintlichen Fingern, die der Jugendliche gesehen haben wollte, handelte es sich lediglich um abgebissene und entsorgte Geleebananen.

Auf dem Weg in den Kreißsaal geblitzt – Polizei verzichtet auf Strafe

Mit 14 km/h zu viel wurde ein Mann in der Münchener Innenstadt geblitzt. Doch die bayerische Polizei zeigte Herz, die Strafe wurde erlassen. Der Grund: Der Mann hatte seine hochschwangere Frau auf der Rückbank und war auf dem Weg ins Krankenhaus. Um 2.14 Uhr wurde der werdende Vater am Berliner Ring geblitzt. Seine Tochter kam 13 Minuten später im Münchener Viertel Gern in einem Krankenhaus zur Welt. Hätte sich das Paar an das Tempolimit gehalten, hätten sie es nicht mehr rechtzeitig ins Krankenhaus geschafft.

Von jok/dpa/RND

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