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Panorama Super Cold Food Brew Pairing Truck
Nachrichten Panorama Super Cold Food Brew Pairing Truck
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19:56 18.11.2016
Von Uwe Janssen
Essen auf Rädern für Hipster: Der Foodtruck
Essen auf Rädern für Hipster: Der Foodtruck erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Leider kommen die kleinen Truckküchen bei großem Kundenandrang nicht hinterher. Daher der Name "Slow Food". Quelle: Swafr / CC BY-NC-ND 2.0
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Mit Hunger vorm Foodtruck gestanden. Keine gute Idee. Ist ja alles slow heute. Slow Food. Entschleunigungsgastronomie. Die gab es früher auch. Damals hieß das: langsamer Kellner. Was früher Mischmasch war, ist heute Crossover. Früher hieß offensive Konzeptlosigkeit gemischte Pfanne. Heute: Food Pairing. Klingt eklig und – ist es auch!

Rezeptvorschläge: Steak mit Popcorn, Blumenkohl mit Kakao. Da ist dann auch Schwarzwälder Fischtorte nicht mehr weit. Oder Spülwasser mit Wodka und Sellerie. Soapy Mary. Mit Tomatensaft? Kalter Kaffee! Apropos: Kalter Kaffee heißt jetzt Cold Brew und ist Teil des Slow Coffee Movement.

Früher hat man damit die Blumen gegossen, heute: Viereurofünfzig. Vorteil: Dem Kaffee wird nicht die Bohne Gewalt angetan. Hoher Blutdruck mit gutem Gewissen. Man spricht von Spiritual Food, Essen als Ersatzreligion. Amen.

Slow Fish aus Slowenien

Slow, slow, slow. Früher alles fast. Manches sogar Fast Food. Heute Slow Food, Slow Coffee und Slow Fish aus Slowenien. Früher war Slowhendl: Eric Clapton. Heute ist Slowhendl der langsame Broiler. Denn Kochen braucht Zeit und Leidenschaft. Sagen die Foodtrucker.   

Wer mal mit Kohldampf vorm Foodtruck gestanden hat, weiß das. Wenn man sich entschieden hat zwischen einem veganen Polenta-Süßkartoffelburger und der Buddha-Superfood-Bowl mit Qinoa, Brokkoli, Chia-Samen, Granatapfel, Papaya, Acai-Beeren und Avocado, lässt man einfach die Handynummer da und bekommt 20 Minuten, bevor das Essen fertig ist, eine SMS.

Generation Nudelsalat

Was man da alles erledigen kann zwischendurch! Wocheneinkauf. Stadtrundfahrt. Tapezieren. Oder was essen. Aber dann gibt es super Food. Mit Superfood. Was haben wir überhaupt noch ein teures Gesundheitssystem – wir haben doch Superfood! Wie den Moringa oleifera. Den ayurvedische Wunderbaum nennen ihn die einen. Das sind die, die für 100 Gramm Moringablattpulver 12,95 Euro verlangen.

Ein anderer Name ist: Der Reibachbaum. Sagen auch die, die für 100 Gramm 12,95 Euro verlangen. Oder Spirulina und Chlorella. Das sind Mikroalgen. Alles zusammen klingt wie Sängersabber, ist aber Superfood für Smoothies. Das wird die Generation Nudelsalat nie begreifen. Darauf eine Tasse Jacobs Krönung. Hot Brew.

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