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Panorama Armbrust-Fall: Testamente in Passau gefunden – Keine Hinweise auf Gewalt in Wittingen
Nachrichten Panorama Armbrust-Fall: Testamente in Passau gefunden – Keine Hinweise auf Gewalt in Wittingen
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17:01 14.05.2019
Bestatter schieben in Wittingen in Niedersachsen einen Leichensack in einen Leichenwagen. Quelle: Christophe Gateau/dpa
Passau

Im Fall der drei in einer Passauer Pension mit Armbrustpfeilen getöteten Menschen geht die Staatsanwaltschaft von Tötung auf Verlangen beziehungsweise Suizid aus. Es gebe weiterhin keine Hinweise darauf, dass eine vierte Person an dem Geschehen beteiligt gewesen sein könnte, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Passau am Dienstag.

Die Obduktion der Leichen ergab, dass ein 53-jähriger Mann und eine 33-jährige Frau, die gemeinsam in einem Bett lagen, jeweils durch einen Schuss ins Herz getötet wurden. Bei einer 30-Jährigen, die in dem Zimmer auf dem Boden lag, sei ein Schuss in den Hals sofort tödlich gewesen. Es deute alles darauf hin, dass die 30-Jährige erst die beiden anderen und dann sich selbst erschossen habe. Die Ermittler sprechen in diesem Fall von erweitertem Suizid. Die 30-Jährige soll 30-Jährige Bäckerei-Verkaufsleiterin sein.

Polizei zu Armbrust-Fall: Identität von Toten in Wittingen geklärt

Unterdessen ist die Identität der beiden tot in Niedersachsen gefundenen Frauen geklärt. Bei der einen Toten in Wittingen handelt es sich um die 35 Jahre alte Lebenspartnerin der 30-Jährigen, die in Passau starb. Die 35-Jährige war eine Lehrerin der örtlichen Grund- und Oberschule. Das teilte die Polizei am Dienstag mit. Die zweite in Wittingen entdeckte Tote ist eine 19-Jährige, die an derselben Adresse in Wittingen wie das Frauenpaar gemeldet war. In welcher Beziehung sie zu dem Frauenpaar stand, war zunächst unklar.

Die Polizei hatte beide Leichen entdeckt, als sie der Frau die Nachricht überbringen wollte, dass ihre Lebenspartnerin in Passau gestorben sei. Die Leichen wurden am Dienstag obduziert. Es gebe keine Hinweise auf äußere Gewalteinwirkungen, sagte ein Polizeisprecher. Nach ersten Erkenntnissen liegt der Todeszeitpunkt einige Tage zurück, wie Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hildesheim, Christina Pannek, mitteilt. Zur Vermutung, es könne sich im Fall der beiden Frauen in Wittingen um Suizid handeln, sagte sie: „Das sind Spekulationen.“ Die Untersuchungen sind laut Polizei noch nicht abgeschlossen. Die Leichen der 35-Jährigen und der 19-Jährigen waren in der Medizinischen Hochschule Hannover obduziert worden.

Mehr zum Thema: Armbrust-Tote in Passau sollen in Ritterverein gewesen sein

Keine Armbrüste bei toten Frauen in Niedersachsen gefunden

Die beiden Leichen im Bett in der Pension in Passau hätten weitere Pfeile aufgewiesen, die den Erkenntnissen nach jedoch erst nach den tödlichen Schüssen ins Herz abgeschossen worden seien. Bei keiner der drei Leichen gebe es Kampf- oder Abwehrspuren. Zudem seien in dem Pensionszimmer zwei Testamente gefunden worden, die von den beiden im Bett liegenden Personen stammten, sagte der Sprecher.

Die genauen Todesumstände sind weiterhin unklar. Mitarbeiter der Pension hatten am Samstag den 53-jährigen Mann und zwei 33 und 30 Jahre alte Frauen tot in einem Zimmer gefunden. Die Ermittler stellten drei Armbrüste sicher.

In einer Pension in Bayern sind am Wochenende drei Menschen tot aufgefunden worden. In ihren Körpern steckten die Pfeile einer Armbrust. Auch in einer Wohnung in Niedersachsen stießen Ermittler auf zwei Leichen.

Am Montag entdeckten Ermittler dann in der Wohnung der 30-Jährigen in Wittingen in Niedersachsen zwei Leichen. Bei den beiden toten Frauen wurden laut Polizei keine Armbrüste oder Pfeile gefunden.

Mehr zum Armbrust-Fall:

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Von RND/dpa