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Panorama Tote „Gorch Fock“-Kadettin: Bewegung im Fall Jenny Böken
Nachrichten Panorama Tote „Gorch Fock“-Kadettin: Bewegung im Fall Jenny Böken
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21:37 11.03.2019
„Sind für jeden Hinweis dankbar“: Jenny Böken auf der „Gorch Fock“. Quelle: Foto: Uwe Böken/dpa
Kiel

In den Fall um den Tod der Kadettin Jenny Böken, die im September 2008 während einer Ausbildungsfahrt mit dem Segelschulschiff „Gorch Fock“ ums Leben kam, kommt womöglich wieder Bewegung. Wie die Staatsanwaltschaft Kiel am Montag mitteilte, bereiten die Ermittler die Vernehmung eines möglichen weiteren Zeugen vor. „Wir sind für jeden Hinweis dankbar, der uns hilft, diesen Fall aufzuklären“, sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler.

Zuvor hatte die Generalstaatsanwaltschaft des Landes Schleswig-Holstein entschieden, dass die Kieler Staatsanwaltschaft bei den Ermittlungen federführend bleibt. Uwe Böken, Vater von Jenny Böken, hatte Zweifel an der Unvoreingenommenheit der Behörde und beantragt, die Ermittlungen einer anderen Staatsanwaltschaft zu übertragen. Das lehnte die Generalstaatsanwaltschaft nun ab. Während der mehrmonatigen Prüfung hatten die Ermittlungen in Kiel geruht.

Anwalt der Familie spürte Zeugen auf

Der Anwalt der Familie Böken hatte im September einen neuen Zeugen aufgespürt, der vor der tragischen Reise ein kurzes Verhältnis mit der Kadettin gehabt haben soll. Nach dem Tod der Offiziersanwärterin war der Zeuge von Bundeswehrangehörigen besucht worden und soll dabei einen Mord angedeutet haben. Diese eidesstattliche Aussage reichte der Anwalt als neues Beweismittel bei der Staatsanwaltschaft Kiel ein. Ziel ist die Wiederaufnahme der Ermittlungen.

Die 18-jährige Jenny Böken war während der Ausbildungsfahrt über Bord gegangen, die Umstände sind bis heute nicht geklärt. Bislang gehen die Ermittler von einem Unfall aus.

Von Frank Behling

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