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Panorama Tod nach Abschluss-Party: Mutter verliert zwei Söhne (18/19) in einer Nacht
Nachrichten Panorama Tod nach Abschluss-Party: Mutter verliert zwei Söhne (18/19) in einer Nacht
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13:00 03.05.2019
Jack und Nick mit ihrer Mutter Becky Savage. Beide Jungen leben nicht mehr. Quelle: Facebook/525 Foundation
Indiana

Der dunkelste Tag ihres Lebens war der 14. Juni 2015. Morgens, so erzählt es die US-Amerikanerin Becky Savage dem US-Nachrichtensender CNN, sei sie aufgestanden und habe zwei ihrer vier Söhne wecken wollen. Doch der 18-jährige Jack und sein ein Jahr älterer Bruder Nick rührten sich nicht in ihren Betten in dem Haus der Familie im US-Staat Indiana. Als die Rettungssanitäter wenig später kamen, versuchten sie erst Jack, dann Nick wiederzubeleben – vergeblich. Die beiden Teenager starben über Nacht an einer Überdosis. Wie Gerichtsmediziner später feststellten, war es eine tödliche Kombination aus Alkohol und dem starken Schmerzmittel Oxycodon, die den Brüdern zum Verhängnis wurde.

„Meine Jungs haben den ultimativen Preis bezahlt“

„An diesem Tag hab ich alles nur verschwommen erlebt“, erzählte Becky nun. Ihre Jungs waren auf einer Abschluss-Party gewesen, sie seien gegen 0.30 Uhr nach Hause gekommen und hätten sich bei der Mutter sogar noch gemeldet. Alles gut. Doch auf der Party musste jemand Opioidpillen verteilt haben. „Sie haben beschlossen, zu trinken und eine dieser Pillen zu nehmen. Diese Entscheidungen waren Fehler, für die meine Jungs den ultimativen Preis bezahlt haben“, so Becky zu CNN.

„Unser Schicksal kann anderen Menschen helfen“

Nach dem Tod der beiden zog sich die Familie zurück. Becky, ihr Ehemann Mika sowie die Söhne Justin und Matthew trauerten. Jeder für sich. Kaum hätten sie über den Tod geredet, heißt es bei CNN. Erst als der Bürgermeister Becky Savage bat, bei einer Veranstaltung über die Folgen von Alkoholmissbrauch zu reden, wurde der Mutter klar, „dass mein Schicksal anderen Menschen helfen kann“.

Stiftung soll anderen helfen

Seitdem gibt es die Stiftung „525 Foundation“, die das Ehepaar aus Indiana gemeinsam gegründet hat. Die Nummer 525 steht für die Rückennummern, die Jack und Nick bei Eishockeyspielen getragen haben. Beide waren die Kapitäne ihrer Highschool-Hockeymannschaften. Jacks Rückennummer war die 5, Nicks die 25.

Mittlerweile hat Becky Savage vielen Menschen von ihrem Familienschicksal erzählt – und von den Drogen, die ihren zwei Jungen das Leben gekostet haben. Insgesamt hielt sie schon vor über 23.000 Schüler Reden. Und sie wird es weiter tun – auch für ihre verlorenen Söhne.

Von RND

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