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Panorama Neue US-Brigade trifft ein
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16:35 24.09.2017
Von Frank Behling
Am Sonntag werden neue Einheiten der US Army in Bremerhaven mit dem Frachter "Resolve" eintreffen. Quelle: Frank Behling
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Bremerhaven

In Bremerhaven wird am Sonntagabend der erste Frachter mit schwerem Gerät einer Brigade der  US Army aus Texas erwartet. Der Frachter "Resolve" bringt Panzer, Geschütze und vor allem Fahrzeuge der 2. Panzerbrigade der 1. US Infanteriedivision. Die Einheiten stammen aus Fort Riley in Kansas und sollen im Oktober eine Kampfbrigade ablösen, die seit Januar in Europa stationiert ist. Dabei handelt es sich um einen Einsatz bei der Nato-Operation Atlantic Resolve, bei der die Armeen der osteuropäischen Staaten unterstützt werden.

Ein Teil der US-Fahrzeuge wird in wenigen Tagen auch über den Kieler Hafen befördert. Insgesamt sind fast 2500 Fahrzeuge und Container im texanischen Hafen Beaumont auf die Transportschiffe „Endurance“, „Resolve“ und „Independence II“ für die Reise nach Europa verladen worden. Zu der Ausrüstung gehören auch 87 schwere Kampfpanzer, 18 Panzerhaubitzen und 138 Schützenpanzer des Typs Bradley.

Verschiffung nach Polen

Bei dieser Verlegung werden jetzt nach Mitteilug der US Army auch erstmals Panzer direkt von den USA nach Polen verschifft. "Die Nutzung des Hafen Danzig hilft der US Army die Kapazitäten des Hafens zu testen und die Verbindungen innerhalb Polens zu prüfen“, teilte US-General Steven Shapiro vom Logistikkommando mit. Der Frachter „Endurance“ hat die ersten Panzer vergangene Woche direkt in Danzig abgeladen.

Die Transportschiffe „Resolve“ und „Independence II“ werden ihre Fahrzeuge in Bremerhaven ausschiffen. Die „Resolve“ soll am Sonntag an der Weser eintreffen. Die „Independence II“ wird je nach Wetter Anfang Oktober an der Weser erwartet. Danach sollen die Panzer, Lastwagen und Geländefahrzeuge im Straßen- und Schienentransport die 930 Kilometer zu Standorten in Polen zurücklegen. Ein Teil der Fahrzeuge, die für das Baltikum bestimmt sind, werden auch über Fähren von Kiel aus befördert. Bei dieser Operation unterstützt die Bundeswehr den Nato-Partner.

Teil der Nato-Operation Atlantic Resolve

Die 2. Panzerbrigade aus Kansas soll Anfang Oktober die seit Februar in Osteuropa und Deutschland stationierte 3. Panzerbrigade der 4. Infanteriedivision ablösen, die danach bis Weihnachten nach Fort Carson in Colorado zurückverlegt wird. Wie die US Army mitteilt, ist die Verlegung der Einheiten aus den USA nach Europa Teil der Nato-Operation Atlantic Resolve. Sie unterstützt die Nato-Länder in Osteuropa mit Gerät und Personal als Reaktion auf die Aktivitäten der russischen Streitkräfte.

Es sei nach Aussage des US-Kommandos Eucom aber keine dauerhafte Stationierung von US-Einheiten, sondern es werde am Rotationsprinzip festgehalten. Die jetzt eintreffenden Truppen aus Kansas lösen in den kommenden Wochen nach neun Monaten Truppen aus Colorado ab. Deshalb sind nur in kurzer Zeit zwei komplette Kampfbrigaden mit zusammen über 6000 US-Soldaten in Europa stationiert. Die rund 3000 Soldaten und 2200 Fahrzeuge der 4. Infanteriedivision werden dann im November in Bremerhaven und Danzig wieder auf Schiffe verladen und über den Atlantik nach Texas gebracht.

Die Verlegung der Panzerbrigade der 1. Infanteriedivision aus Kansas hat rund vier Wochen Verspätung. Grund waren die Folgen der Wirbelstürme in der Karibik und dem Golf von Mexiko. Der texanische Hafen Beaumont musste Ende August für mehrere Tage komplett geschlossen werden. Dabei wurde auch die Verladung unterbrochen. Die Verlegung der Einheiten ist für die USA gleichzeitig ein Training der Fähigkeiten. So unterhält das US Military Sealift Command allein mehr als 50 Schiffe, die weltweit für den Transport von Material eingesetzt werden können.

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