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Panorama „Verzweifelt und machtlos“: Familie von Millionärsgattin wendet sich im TV an Entführer
Nachrichten Panorama „Verzweifelt und machtlos“: Familie von Millionärsgattin wendet sich im TV an Entführer
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12:39 15.01.2019
Aus diesem Haus soll Anne-Elisabeth Falkevik Hagen Ende Oktober entführt worden sein. Quelle: Norway Police via AP
Oslo

Norwegen bangt um eine vermutlich entführte Millionärsfrau – jetzt hat sich deren Familie an die Kidnapper gewandt. In einer Sendung des Fernsehkanals TV2 sagte ihr Anwalt am Montagabend: „Wir möchten auf eine andere und bessere Weise in Kontakt kommen als bisher.“ Bislang habe die Familie mehrere Nachrichten über eine digitale Plattform erhalten, die sich nicht für die Kommunikation eigne.

Entführer soll neun Millionen Euro Lösegeld verlangen

Anne-Elisabeth Falkevik Hagen ist seit dem 31. Oktober verschwunden. Die Polizei geht davon aus, dass sie im Badezimmer ihres Hauses in Lørenskog bei Oslo überwältigt wurde. Im Haus wurden schriftliche Nachrichten gefunden. In einer sollen die mutmaßlichen Entführer Medienberichten zufolge 85 Millionen Kronen (knapp neun Millionen Euro) in der Kryptowährung Monero verlangen. Das ist eine digitale Währung, die nicht zurückverfolgt werden kann.

Entführer haben mit Mord gedroht

Die Polizei hatte sich erst zehn Wochen nach der Entführung entschlossen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Die Kidnapper hatten gedroht, die 68-Jährige zu töten, wenn die Polizei eingeschaltet würde. Seitdem habe es kein Lebenszeichen von ihr gegeben, sagte Anwalt Svein Holden. „Die Familie ist verzweifelt und fühlt sich machtlos“. Es sei sehr schwierig, so lange in einer so unsicheren Situation zu leben.

Die Frau des norwegischen Investors Tom Hagen, Anne-Elisabeth Falkevik Hagen, wird seit über zehn Wochen vermisst. Quelle: Norway Police via AP

Am Donnerstag hatte die Polizei Überwachungsvideos aus der Umgebung veröffentlich, auf denen zwei Männer eine Straße entlanglaufen. Seitdem seien mehr als 600 Tipps eingegangen. „Bei den Tipps geht es um mögliche Verstecke (sowohl in Norwegen als auch außerhalb), verschiedene Beobachtungen, Namen von Personen und wer die beiden gesuchten Personen in den Videofilmen sein können“, teilte die Polizei mit.

Von RND/dpa

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