Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Panorama Sturz aus elftem Stock – Windel rettet Zweijährigem das Leben
Nachrichten Panorama Sturz aus elftem Stock – Windel rettet Zweijährigem das Leben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:47 26.11.2018
Im KK Women's and Children's Hospital wird das Kind behandelt. Quelle: ProjectManhattan
Anzeige
Singapur

Eine Windel hat offenbar ein Kleinkind vor dem Tod bewahrt. Der zweijährige Junge stürzte am Sonntagmorgen im Nordosten von Singapur aus dem elften Stock eines Wohnhauses. Die Windel soll sich laut Zeugen in einem an der Hausfassade angebrachten Wäscheständer verfangen haben. Dadurch wurde der freie Fall des Kindes abgebremst.

Das Kind zog sich mehrere Frakturen in der linken Körperhälfte zu, berichten Ersthelfer, darunter der Arzt Lenny Wan, der Zeitung The Straits Times. „Ich war überrascht, dass die Verletzungen nicht schlimmer waren. Aber Kinder können Stürze eher überleben als Erwachsene.“

Anzeige

Das Kind liegt auf der Intensivstation

Aus dem Krankenhaus heißt es, der Junge sei stabil, aber noch auf der Intensivstation. Wie schwer das Kind verletzt ist, ist nicht bekannt. Auf einem Video, das auf Facebook geteilt wurde, stehen viele Erwachsene um das Kind in seinem schwarzen Strampler.

Der Junge liegt auf dem Rücken im Gras, weint und bewegt die Beine. Neben den Helfern sind zahlreiche Passanten stehen geblieben, beobachten und filmen die Szene. Sein Glück wird in dem Video erneut deutlich: Er prallte nur wenige Zentimeter neben einem Betonfeld auf.

Der Junge soll auf einen Stuhl geklettert sein

Der chinesischen Zeitung Shin Min Daily News berichtete die Mutter, das Kind sei durch ein offenes Fenster gestürzt. Es war wohl auf einen Stuhl geklettert. Ein Absperrgitter hatte die Familie laut des Vaters zwar, aber das Kind konnte dennoch durch das Küchenfenster hinunter stürzen.

Die Eltern wurden in Singapur von der Öffentlichkeit verurteilt, den Unfall durch das offene Fenster verursacht zu haben. Nachbarn verteidigen die Familie, die vor rund einem Jahr in die Hochhaussiedlung zog. Sie würden auch ohne Kritik leiden. Die polizeilichen Untersuchungen dauern derweil noch an.

Von RND