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Panorama Zyklon „Idai“: Mosambik rechnet mit über 1000 Toten
Nachrichten Panorama Zyklon „Idai“: Mosambik rechnet mit über 1000 Toten
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16:52 18.03.2019
Der Zyklon „Idai“ hat in Mosambik und Simbabwe über 150 Menschenleben gefordert und schwere Schäden angerichtet. Quelle: Imago
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Harare/Beira

Die Folgen des Zyklons „Idai“ in Mosambik sind weitaus schlimmer als bisher bekannt. Er rechne mit mehr als 1.000 Toten, sagte der mosambikanische Präsident Filipe Nyusi am Montag laut dem staatlichen Radio. Aus der Luft seien viele Leichen zu sehen, die im Wasser treiben.

In Mosambik sind hunderttausende Menschen seit Tagen von der Außenwelt abgeschnitten. Mindestens 150 sind tot, weitere Hunderte verletzt und unzählige Häuser überflutet. Nach Eindrücken von Helfern zeichnet sich im Zentrum Mosambiks eine humanitäre Katastrophe infolge des starken Tropensturms ab. Die Küstenstadt Beira mit rund 500.000 Einwohnern war seit Donnerstagnacht ohne Strom, Kommunikationsnetz und Landverbindung zur Außenwelt.

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Auch im Osten Simbabwes ist die Zahl der Toten inzwischen auf 70 gestiegen. Hunderte weitere Menschen gelten noch als vermisst, wie Minister July Moyo am Montag sagte. Am Wochenende hatten die Behörden noch von 40 Todesopfern gesprochen. Die meisten Opfer waren in der Provinz Manicaland zu beklagen. Es sei schwierig, Hilfsgüter in die am schlimmsten betroffenen Orte unweit der Grenze zu Mosambik zu bringen, weil viele Brücken und Straßen überflutet seien.

Bis zu 160 Stundenkilometer

Der Zyklon „Idai“ stieß in der Nacht zu Freitag mit Windböen von bis zu 160 Stundenkilometern vom Indischen Ozean her kommend im Zentrum Mosambiks auf Land. Der Zyklon hatte die Stärke vier von fünf. Es kam zu Sturmfluten und schweren Regenfällen. Der Sturm schwächte sich über Land ab und zog weiter ins nahe Simbabwe, wo es zu Überschwemmungen kam. Simbabwes Regierung hat den Notstand ausgerufen.

Helfer warnen, dass das Ausmaß der Schäden immer noch nicht absehbar sei. Das Welternährungsprogramm (WFP) will in der Unglücksregion in Kürze rund 600.000 Menschen mit Nahrungsmittelhilfe unterstützen. Hilfswerke wie Rotes Kreuz und Unicef riefen in Deutschland zu Spenden für Mosambik und Simbabwe auf.

Von RND/dpa