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12:02 27.12.2018
Die Kosten für die zehn komplett vom Land finanzierten Löschfahrzeuge für den Kathastrophenschutz betragen 3,3 Millionen Euro. Quelle: Manuela Schütze (Symbolfoto)
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Kiel

Das Land Schleswig-Holstein kauft zehn neue Löschfahrzeuge für den Katastrophenschutz: „Dies ist ein weiterer wichtiger Baustein, um den Katastrophenschutz in Schleswig-Holstein Schritt für Schritt fit für die Zukunft zu machen“, sagte Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) am Donnerstag. Die Kosten für die zehn komplett vom Land finanzierten Fahrzeuge betragen 3,3 Millionen Euro. Weitere 19 Fahrzeuge will die Landesregierung 2019 mit insgesamt 1,3 Millionen Euro zur Hälfte finanzieren.

Laut Innenministerium soll der Katastrophenschutz in den kommenden Jahren insgesamt neue 52 Löschfahrzeuge erhalten, bis 2023 jeweils zehn oder elf pro Jahr. Das Land finanziert sie komplett. Bis 2027 will die Regierung insgesamt 37,4 Millionen Euro in den Katastrophenschutz investieren. Er umfasst etwa 800 Fahrzeuge.

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Katastastrophenschutz: Besser gerüstet als vor 40 Jahren

In den vergangenen 40 Jahren hat sich in Sachen Katastrophenschutz in Schleswig-Holstein viel getan, wie Innenminister Jans-Joachim Grote (CDU) sagt: „Der Katastrophenschutz hat materiell investiert und seine Ausstattung verbessert.“

Aus der Schneekatastrophe vor 40 Jahren in Schleswig-Holstein haben die Behörden laut Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) die richtigen Konsequenzen gezogen. „Insgesamt ist Schleswig-Holstein heute seitens des Katastrophenschutzdienstes besser auf eine derartige Schneekatastrophe vorbereitet“, sagte Grote.

Die Kommunikationstechnik ist nach Angaben des Ministeriums deutlich besser geworden. Im Falle einer Schneekatastrophe würde, wie damals, ein Katastrophenabwehrstab eingerichtet, der die Einsätze koordiniert. Die Basisstationen für den Digitalfunk werden derzeit mit Notstromaggregaten ausgestattet, um bei Stromausfall die Kommunikation weiter zu gewährleisten.

Örtliche Feuerwehren haben Allradfahrzeuge

Die örtlichen Feuerwehren haben Allradfahrzeuge angeschafft, etwa geländegängige Unimogs als Rettungswagen. Sie seien zum Teil mit Schneeräumschaufeln ausgerüstet. Die Hilfe der Bundeswehr mit Bergepanzern wäre nicht mehr so nötig - aber im Katastrophenfall jederzeit möglich. Es bestünden ständige Arbeitsbeziehungen zwischen den zivilen und militärischen Stellen. Und die Rettungshubschrauber seien heute deutlich leistungsfähiger, hieß es. Fliegen bei schlechtem Wetter bedeute aber natürlich noch immer ein Risiko.

Der staatliche Katastrophenschutz könne niemals alle Risiken zu 100 Prozent abdecken, betonte Grote. Bei einer Schneekatastrophe könne es trotz des flächendeckenden Systems ehrenamtlicher Kräfte einige Zeit dauern, bis Rettungskräfte eintreffen oder die Versorgung mit Energie wieder hergestellt sei. „Die Bevölkerung sollte daher auf Notsituationen vorbereitet sein“, sagte Grote.

Von dpa

Ulf Billmayer-Christen 27.12.2018