Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Politik 14 Tote bei Taliban-Anschlag auf Polizeizentrale in Kabul
Nachrichten Politik 14 Tote bei Taliban-Anschlag auf Polizeizentrale in Kabul
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:47 07.08.2019
Ein afghanischer Sicherheitsbeamter stoppt einen Mann in der Nähe des Ortes einer Explosion. Quelle: Rafiq Maqbool/AP/dpa
Kabul

Bei einem Selbstmordanschlag vor einer Polizeizentrale in Kabul sind am Mittwoch 14 Menschen getötet und 145 verwundet worden. Ein Selbstmordattentäter habe sich mit seinem mit Sprengstoff beladenen Auto an einem Kontrollpunkt in die Luft gesprengt, teilten Behördensprecher mit. Der stellvertretende Innenminister Choschal Sadat sagte, 92 der Verletzten seien Zivilisten. Die Taliban übernahmen die Verantwortung für den Anschlag. Er habe sich gegen ein Rekrutierungszentrum der Sicherheitskräfte gerichtet, teilten sie mit.

Lesen Sie auch: Mindestens 40 Tote bei Selbstmordanschlag in Kabul

Am Dienstag hatten die USA und die Taliban Fortschritte bei ihren Verhandlungen über eine Beendigung des fast 18-jährigen Kriegs in Afghanistan gemeldet. Trotz dieser seit einiger Zeit laufenden Gespräche verüben die Taliban nahezu täglich Anschläge, die sich meist gegen Sicherheitskräfte, Regierungseinrichtungen oder Gruppen richten, die loyal zur Regierung in Kabul stehen. Ein Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat verübt in der Hauptstadt zudem oft Anschläge gegen die schiitische Minderheit.

Die angegriffene Polizeizentrale befindet sich im Westen der Hauptstadt, in dem viele Angehörige der überwiegend schiitischen Minderheit der Hasara wohnen. Aus Sicherheitskreisen verlautete, im Osten Kabuls habe am Mittwoch eine Razzia gegen Aufständische stattgefunden. Dabei seien Waffenverstecke entdeckt worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums, Nusrat Rahimi.

Lesen Sie auch: Mehr als 70 Tote bei Anschlägen in Afghanistan

Von RND/AP

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Donald Trump möchte sich mit Angehörigen der Opfer von Dayton und El Paso treffen. Nach seiner fremdenfeindlichen Rhetorik hat der Präsident allerdings ein großes Glaubwürdigkeitsproblem.

07.08.2019

UN-Schätzungen zufolge haben nordkoreanische Hacker mehrere Milliarden Dollar durch Cyber-Attacken gestohlen. Das Geld benötige die Autokratie für einen ganz bestimmten Zweck.

07.08.2019

In den USA sorgt ein Foto für Empörung: Ein schwarzer Verdächtiger wird von der Polizei mit einem Strick abgeführt. Die Szenen wirken wie ein makaberes Echo auf die Zeiten der Sklaverei in den USA.

07.08.2019