Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Politik Albig besucht KZ-Gedenkstätte: Land will Erinnerungsarbeit stärken
Nachrichten Politik Albig besucht KZ-Gedenkstätte: Land will Erinnerungsarbeit stärken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:06 29.08.2013
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Albig betonte die Wichtigkeit von Erinnerungsarbeit. Quelle: M. Scholz/Archiv
Kaltenkirchen

"Nur wenn die nachwachsenden Generationen begreifen, was in den dunkelsten Jahren unserer Landesgeschichte geschehen ist, können wir ein Wiederaufkeimen des Faschismus ausschließen", betonte Albig am Donnerstag. "Je mehr die Zeitzeugen aussterben, umso wichtiger werden Orte des Gedenkens und Lernens." Diese Arbeit werde die Landesregierung weiter stärken. Am Montag wird Kulturministerin Anke Spoorendonk (SSW) das neue Gedenkstättenkonzept des Landes vorstellen.

Die KZ-Gedenkstätte liegt 35 Kilometer nördlich von Hamburg an der B4 zwischen Quickborn und Bad Bramstedt. Vom August 1944 bis April 1945 wurden Häftlinge - vor allem Russen, Polen und Franzosen - aus dem KZ Neuengamme in das Lager bei Kaltenkirchen zur Zwangsarbeit an einem Militärflugplatz gebracht. Dort dürften rund 500 bis 700 Häftlinge ums Leben gekommen sein. Wegen des Einsatzes von ersten Jagdflugzeugen mit Düsenantrieb musste die Start- und Landebahn des Flugplatzes verlängert werden. Die Luftwaffenführung forderte billige Hilfskräfte an, die SS lieferte sie.

Es sei um um "Vernichtung durch Arbeit" gegangen, heißt es in einem Text der Gedenkstätte. "Da die Sterberate sehr hoch war, wurden die "Abgänge" immer wieder durch Neuzuführungen aus dem KZ Neuengamme aufgefüllt." Im Jahre 1999 wurde der Trägerverein für die KZ-Gedenkstätte gegründet. Im Sommer ist das Dokumentenhaus sonntags für Besucher geöffnet. Das Außengelände ist jederzeit zugänglich.

dpa

Nach den Durchsuchungen von Wohnungen mutmaßlicher Terrorhelfer in Berlin und Hamburg überprüfen Ermittler das beschlagnahmte Material. Neuigkeiten gebe es derzeit nicht, sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft am Donnerstag.

Deutsche Presse-Agentur dpa 29.08.2013

Juden in Berlin können sich nach Ansicht des Rabbiners Daniel Alter nicht in allen Stadtteilen sicher fühlen. "Es gibt in der Bundeshauptstadt No-go-Areas für öffentlich bekennende Juden", sagte Alter der "Berliner Morgenpost".

Deutsche Presse-Agentur dpa 29.08.2013

Die UN-Militärbeobachtermission im Libanon hat die israelische Armee kritisiert, weil ihre Soldaten vor drei Wochen auf libanesisches Staatsgebiet vorgedrungen waren.

Deutsche Presse-Agentur dpa 29.08.2013