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Politik Albig beklagt mangelnde Solidarität
Nachrichten Politik Albig beklagt mangelnde Solidarität
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15:14 16.05.2017
Von Bodo Stade
Torsten Albig wendet sich mit einem Brief an seine Genossen. Quelle: Frank Peter
Kiel

Für Bärbel Boy seien diese Angriffe „mittlerweile existenzbedrohend“. Weil die Verleumdungen weitergingen, ziehe er sich vollständig aus der Landespolitik zurück. „Das heißt, dass ich weder als Ministerpräsident einer möglichen Ampelkoalition noch länger als Landtagsabgeordneter zur Verfügung stehen werde.“

Er trage nicht die alleinige Schuld

Albig macht in seinem Brief auch deutlich, dass er nicht die alleinige Schuld für die Wahlschlappe trage. Wörtlich heißt es: „Damit übernehme ich meinen Teil der Verantwortung für das schlechte Ergebnis unserer Partei.“ In den vergangenen Tagen war auch die Kritik an Landes- und Fraktionschef Ralf Stegner lauter geworden.

Fehlende Solidarität

Albig selbst hadert auch mit einigen seiner Genossen. „Die letzten Tage waren für mich nicht leicht. Leider gab es viele - auch in unserer Partei - deren Solidarität in der Niederlage nicht mehr als ein Lippenbekenntnis war.“ Damit spielt er offenbar auf die Schuldzuweisungen an, die aus der Bundes-SPD kamen. Dort war Albig sofort zum Sündenbock gemacht worden. „Umso mehr danke ich all denen, die gerade jetzt zu mir gestanden haben“, schreibt Albig.

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