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Politik Dobrindt will Günthers Ratschläge nicht
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12:31 15.10.2018
Daniel Günther hat der CSU nach der Landtagswahl-Niederlage personelle Konsequenzen nahegelegt. Alexander Dobrindt empfindet das als Versuch einer Provokation. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa (Symbolfoto)
Kiel/München

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat Ratschläge von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) an die Adresse seiner Partei zurückgewiesen. „Ich erkenne natürlich den Versuch der Provokation“, sagte Dobrindt am Montag vor einer CSU-Vorstandssitzung in München. Deshalb wolle man darauf nicht einsteigen.

Alexander Dobrindt fügte aber hinzu: „Was der Genosse Günther auch gerade im Sommer an Positionen verbreitet hat mit möglichen Zusammenarbeiten mit der Linkspartei, das hat weder Vertrauen noch Orientierung gebracht.“ Wer meine, jetzt „schlaue Ratschläge an die Schwesterpartei geben“ zu müssen, solle erstmal über seine eigene Position nachdenken, betonte Dobrindt.

Daniel Günther legt personelle Konsequenzen nahe

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte der CSU nach deren Landtagswahl-Niederlage am Sonntag personelle Konsequenzen nahegelegt. „Ohne die wird es vermutlich kaum funktionieren. Allerdings halte ich wenig davon, jetzt Einzelne verantwortlich zu machen“, sagte der CDU-Politiker Daniel Günther der „Welt“.

„Die CSU-Führung hat in vergangenen Jahren in Gänze Fehler gemacht: (Parteichef) Horst Seehofer, (Ministerpräsident) Markus Söder, Alexander Dobrindt - da darf man niemanden ausnehmen.“

Seehofer legt Fokus auf Regierungsbildung

Horst Seehofer sagte dazu, Äußerungen aus der CDU zur Landtagswahl 2018 in Bayern wolle man nicht öffentlich kommentieren. „Wir sehen jetzt neben der Regierungsbildung in Bayern die große Aufgabe, dass Hessen ein gutes Wahlergebnis mit der CDU bekommt und dass die große Koalition in Berlin stabil arbeitet.“

Daniel Günther resümierte mit Blick auf das schlechte Ergebnis bei der Landtagswahl 2018 in Bayern, dass die CSU es ganz allein verantworten müsse. „Das ist ganz klar ein CSU-Ergebnis“, sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Damit könne die Union keinesfalls zufrieden sein.

Von KN/dpa

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