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16:29 06.03.2019
Fast jede zweite Frau in Deutschland fürchtet finanzielle Abhängigkeit im Alter. Quelle: Armin Weigel/dpa
Berlin

Fast die Hälfte der Frauen in Deutschland glaubt nicht daran, im Ruhestand finanziell unabhängig zu sein. 45 Prozent der Frauen gehen davon aus, dass sie im Alter ganz oder zumindest zum Teil auf die finanzielle Unterstützung anderer gewiesen zu sein. Bei den Männern sind es dagegen nur 26 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Repräsentativ-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa mit 1004 Teilnehmern zwischen 18 und 65 Jahren, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Laut der Umfrage, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Auftrag gegeben hatte, halten 88 Prozent aller Männer und Frauen finanzielle Unabhängigkeit im Alter für wichtig.

Kindererziehung und Familienzeit erschwert die Vorsorge

Fast jede dritte Frau – 30 Prozent – gibt an, aufgrund von Kindererziehungs- oder Familienzeiten nicht die Gelegenheit zu haben, eine ausreichende Vorsorge aufzubauen. Bei den Männern ist dieser Anteil mit sechs Prozent deutlich geringer.

„In Punkto Altersvorsorge besteht bei der Gleichstellung von Frauen und Männern noch Nachholbedarf. Wer Verantwortung für die Familie übernimmt, darf dafür nicht benachteiligt werden. Wer befristet aus dem Beruf aussteigt oder in Teilzeit arbeitet, reißt Lücken bei der eigenen Altersvorsorge“, sagte Peter Schwark, GDV-Geschäftsführer für Altersvorsorge, dem RND.

Mehr Frauen sorgen sich um ihren Lebensstandard im Alter

Laut Umfrage gehen 27 Prozent der Männer davon aus, ihren Lebensstandard im Alter stark einschränken zu müssen. Bei Frauen sind es 34 Prozent. Mit 75 Prozent verfügt ein Großteil der Befragten über eine private Altersvorsorge, 23 Prozent der Befragten gab an, keine zusätzliche Absicherung im Alter zu haben.

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