Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Politik Berlin kämpft um Schleswig-Holstein
Nachrichten Politik Berlin kämpft um Schleswig-Holstein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:03 04.02.2017
Von Christian Hiersemenzel
Kanzlerin Angela Merkel hat vier Besuche in Schleswig-Holstein geplant, um die Nord-CDU im Wahlkampf zu unterstützen. Martin Schulz, Kanzlerkandidat der SPD, will mindestens zweimal in den Norden kommen. Quelle: Kay Nietfeld/dpa; Montage: Lina Schlapkohl
Kiel

Die Landtagswahl gilt den Parteien als wichtiges Stimmungsbarometer: Eine Woche später wählt das einwohnerreiche Nordrhein-Westfalen, im September ganz Deutschland.

CDU spürt mehr Bundesredner

Nach Angaben der CDU hat Angela Merkel den Norden viermal auf ihrem Terminplan notiert. Gleich sechs Besuche plant Bundestagsfraktionschef Volker Kauder. Angekündigt haben sich auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Innenminister Thomas de Maizière und andere Kabinettsmitglieder. Ob ein Auftritt des CSU-Verkehrsministers Alexander Dobrindt für die Unionsschwester hilfreich ist, muss sich noch erweisen. „Generell haben sich spürbar mehr Bundesredner angekündigt als zu den beiden vergangenen Wahlen“, freut sich der Pressesprecher der Nord-Union, Max Schmachtenberg.

Die SPD setzt voll auf Ministerpräsident Torsten Albig und Parteichef Ralf Stegner. Im Hamburger Umland unterstützt sie Olaf Scholz. Der Bürgermeister der Hansestadt hat elf Termine vereinbart. Auch Familienministerin Manuela Schwesig und Arbeitsministerin Andrea Nahles haben sich angekündigt – und Martin Schulz. Der SPD-Hoffnungsträger, den man parteiintern bereits Sankt Martin nennt, soll den Norden noch ein weiteres Mal besuchen. Mindestens. Eineinhalb Wochen, nachdem ihn Sigmar Gabriel als Kanzlerkandidaten vorgeschlagen hat, klettert die Bundes-SPD in Umfragen von 20 auf bis zu 28 Prozent. Im ARD-Deutschlandtrend hat Schulz sogar Merkel überholt: Bei der Frage, wen man direkt zum Kanzler wählen würde, entschieden sich 50 Prozent für ihn und nur noch 34 Prozent für Merkel.

Und sonst? „Wir machen einen eigenständigen grünen Wahlkampf“, sagt die Grünen-Landesvorsitzende Ruth Kastner. Aber: „Katrin Göring-Eckardt und voraussichtlich Cem Özdemir“, das frisch gekürte Spitzenduo, „werden sicherlich den Wahlkampf in Schleswig-Holstein unterstützen.“ Die FDP setzt ganz auf Wolfgang Kubicki. Angekündigt haben sich auch Bundeschef Christian Lindner sowie Katja Suding aus Hamburg und Lencke Steiner aus Bremen. Letztere ist dem breiten Publikum aus einer Start-up-Fernsehshow bekannt: „Die Höhle der Löwen“.

Mehr zum Thema

Schulz als Kanzlerkandidat - mit Blick auf die Umfragewerte erweist sich das für die SPD bislang als Glücksgriff. Die Partei verzeichnet ein neues Hoch. Die CDU reagiert mit Aufrufen zur Geschlossenheit.

02.02.2017

Auf fast allen Fernsehsendern stellte sich Martin Schulz am Sonntag den Journalisten – und erstaunlich war, wie leicht es einem PR-Profi fällt, belanglose Fragen abzuarbeiten. Eine Nachrichtenmoderatorin drückte dem SPD-Kanzlerkandidat sogar die Daumen. Dafür durfte der Zuschauer endlich mal wieder mit einem Ortsbürgermeister lachen.

29.01.2017

Die CDU hat beim Landesparteitag in Neumünster die Weichen für die Bundestagswahl am 24. September 2017 gestellt. Spitzenkandidat ist der Johann Wadephul (Rendsburg-Eckernförde). Beim Parteitag verteidigte Daniel Günther aber auch seine Pläne zur Abschaffung des Turbo-Abis.

Ulf Billmayer-Christen 03.02.2017

Ob er nun Kanzler wird oder doch Oppositionsführer, Deutschland profitiert von der Personalie Martin Schulz. Er bringt frischen Wind in die Bundespolitik. Und das könnte am Ende vor allem den nationalistischen Provokateuren schaden. Ein Kommentar von RND-Chefredakteur Wolfgang Büchner.

03.02.2017

Die CDU hat beim Landesparteitag in Neumünster die Weichen für die Bundestagswahl am 24. September 2017 gestellt. Spitzenkandidat ist der Johann Wadephul (Rendsburg-Eckernförde). Beim Parteitag verteidigte Daniel Günther aber auch seine Pläne zur Abschaffung des Turbo-Abis.

Ulf Billmayer-Christen 03.02.2017

Chemi Shalev ist USA-Korrespondent der israelischen Zeitung „Haaretz“. In einem Gastkommentar urteilt er über Donald Trumps letzte Äußerungen zum israelischen Siedlungsbau.

03.02.2017