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Politik Asylantrag von zu Unrecht abgeschobenem Afghanen erneut abgelehnt
Nachrichten Politik Asylantrag von zu Unrecht abgeschobenem Afghanen erneut abgelehnt
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15:26 19.09.2018
Der zu unrecht abgeschobene Afghane Nasibullah S. sitzt im Verwaltungsgericht Greifswald. Quelle: Stefan Sauer/dpa
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Greifswald

Der Asylantrag des im Juli unrechtmäßig abgeschobenen afghanischen Flüchtlings Nasibullah S. wurde erneut abgelehnt. „Die Klage ist vollumfänglich abgewiesen worden“, bestätigte ein Sprecher des Verwaltungsgerichts Greifswald der Deutschen Presse-Agentur. Dort hatte er gegen seinen abgelehnten Asylantrag geklagt. Eine Chance bleibt dem jungen Mann aber noch: Er kann nun Rechtsmittel beim Oberverwaltungsgericht Greifswald einlegen.

Die Anwältin des 20-jährigen Afghanen, die SPD-Bundestagsabgeordnete Sonja Steffen, sagte dem Radiosender NDR und der „Süddeutschen Zeitung“, dass sie in jedem Fall Rechtsmittel einlegen werde. Sie sehe für die Berufungsbeschwerde gute Erfolgsaussichten.

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Abschiebung vor Verhandlungsende

Der Fall Nasibullah S. hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Der Afghane war früheren Angaben zufolge im November 2015 nach Deutschland gekommen. Im Februar 2017 lehnte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) seinen Asylantrag ab. Dagegen reichte der junge Mann Klage ein. Doch bevor diese verhandelt werden konnte, wurde er in diesem Juli mit 68 weiteren Afghanen nach Kabul abgeschoben. Als der Fehler bekannt wurde, holte ihn das Auswärtige Amt zurück.

Bei der mündlichen Verhandlung Anfang September hatte Nasibullah S. ausgesagt, dass er der Zusammenarbeit mit der Regierung beschuldigt werde, auch solle er Geheimdienstmitarbeiter sein. Das stimme nicht, er habe jedoch Freunde gehabt, die als Polizisten arbeiteten und die er häufig besucht habe. Die Vorwürfe würden aber seine Sicherheit in Afghanistan gefährden.

Von RND/dpa