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Politik Auf dem Sprung ins Rathaus
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11:52 30.04.2013
Von Martina Drexler
Quelle: hfr
Kiel

Die Reduzierung der Wahlkreise von 27 auf 25 könnte die Ratsversammlung wieder schmälern: Der Wegfall der Fünf-Prozent-Klausel, vor allem aber die hohe Zahl der Ausgleichsmandate hatten 2008 die Ratsversammlung von 49 auf jetzt 58 Mitglieder anschwellen lassen. So genügten dem SSW, der damals nur in sieben Wahlkreisen Direktbewerber ins Rennen schickte, etwa 1500 Stimmen, um ins Rathaus einzuziehen. Auch der NPD gelang es, einen Sitz zu holen. Dieses Mal tritt die Partei in Kiel zwar nicht an, doch ihr Ratsherr Hermann Gutsche führt die Liste der Wählergruppe WaKB (Wahlalternative Kieler Bürger) an.

 Die Wählergruppe WIR (WIR in Kiel) mit Sonja Vollbehr auf Listenplatz 1 ist eher dem linken Spektrum zuzuordnen: Manche ihrer Kandidaten gehören als Mitglieder der Direkten Demokratie, die sich 2010 von der Linken-Fraktion abspaltete, der Ratsversammlung bereits an.

 Die meisten Listenvorschläge reichte mit 37 die SPD ein, die mit Fraktionschefin Gesa Langfeldt auf dem ersten Listenplatz ins Rennen zieht. Auch die CDU und FDP setzen mit Stefan Kruber und Hubertus Hencke auf ihre Fraktionsvorsitzenden. Ratsfrau Antje Danker führt die SSW-Liste, Kreischef Heinz Wieser die der Linken. Die Grünen kürten als Nummer 1 Lydia Rudow, mit 22 Jahren eine der Jüngsten auf der Bewerberliste für die Kommunalwahl. Bei den Piraten, bisher noch nicht im Rat, ist Sven Seele Spitzenkandidat.

 Insgesamt sind rund 195000 Kielerinnen und Kieler am 26. Mai aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben, darunter alle 16- bis 18-Jährigen (rund 3600) und 4700 EU-Bürger. 2008 lag die Zahl der Wahlberechtigten bei 190000. Von ihnen gingen 46,8 Prozent zur Wahl: Wahlsieger wurde die SPD mit 31,3 Prozent. Die CDU kam auf 28,6, die Grünen auf 16,6, die Linke auf 11,1, die FDP auf 8,1 Prozent. SSW und NPD errangen jeweils 1,7 Prozent der Stimmen.