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Politik Baby von umstrittener britischer IS-Frau gestorben
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10:00 09.03.2019
So fing alles an: Drei Schülerinnen, darunter Samima Begum (M.), 2015 auf dem Bild einer Überwachungskamera am Londoner Flughafen Gatwick bei ihrer Ausreise nach Syrien via Istanbul. Quelle: dpa
London

Eine in die internationalen Schlagzeilen geratene Britin aus den Reihen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihr nur wenige Wochen altes Baby verloren. Der erst Mitte Februar geborene Junge sei jetzt gestorben, teilte der Anwalt der Familie am Freitag in London mit. „Sein Tod ist bestätigt“, twitterte Anwalt Tasnime Akunjee am Abend.

Die Britin Shamima Begum, die sich dem IS angeschlossen und in Syrien einen niederländischen IS-Kämpfer geheiratet hatte, wollte ursprünglich in ihre Heimat zurückkehren. Die britische Regierung hatte ihr aber die Staatsbürgerschaft aberkannt und damit ihre Bitte um Rückkehr nach Großbritannien abgelehnt. Zuletzt hatte sich ihr Mann darum bemüht, sie in die Niederlande zu bringen.

Die Frau befindet sich in einem Flüchtlingslager in Nordostsyrien, der Mann sitzt laut BBC in einem kurdischen Gefangenenlager in derselben Region. Der IS, der zeitweise große Teile Syriens und des Iraks kontrollierte, hat fast sein gesamtes Territorium verloren.

Begum hatte sich im Alter von 15 Jahren gemeinsam mit Mitschülerinnen dem IS in Syrien angeschlossen. Kurz darauf habe sie noch als Jugendliche geheiratet.

Die britische Labour-Opposition kritisierte die Entscheidung von Innenminister Sajid Javid (Tories), Begum die Staatsbürgerschaft zu entziehen. Der Junge sei wegen der unhygienischen Zustände in dem syrischen Flüchtlingslager gestorben, wäre Begum die Rückkehr erlaubt worden, könnte er noch leben.

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Von RND/dpa

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