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Politik Tortenwerferin geht freiwillig in Haft
Nachrichten Politik Tortenwerferin geht freiwillig in Haft
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17:53 01.02.2018
Von Gunnar Müller
Die angeklagte 22-jährige Studentin (re.) sprach im Prozess um den Tortenwurf gegen AfD-Politikerin Beatrix von Storch viel über die „Geschichte des politischen Widerstands. Statt Geldstrafe geht Julia P. lieber ins Gefängnis. Quelle: Paar, Sonja
Lübeck

Nach dem Urteil des Amtsgerichts Kiel stelle der Tortenwurf auf von Storch eine Beleidigung dar. Hierfür sollte Julia P. 150 Euro zahlen, doch diese weigerte sich, wie sie über eine Pressemitteilung des antifaschistischen Bündnisses in Flensburg mitteilen ließ: „Ich möchte durch das Absitzen der Strafe darauf aufmerksam machen, dass Strafe und Knast nicht dabei helfen gesellschaftliche Probleme zu lösen. Ich werde weiterhin mit Torten werfen, wenn sich Politiker wie Beatrix von Storch so menschenverachtend äußern.“ Beatrix von Storch falle immer wieder durch menschenverachtende Äußerungen auf. So forderte die von Storch unter anderem auch den Schusswaffengebrauch an Grenzen.

Torten-Aktion zum Haftantritt

Ein linkes Bündnis ruft nun zum Haftantritt von Julia P. zu einer Kundgebung am Montag, 5. Februar, ab 11.30 Uhr vor JVA Lübeck, Marliring 41, auf. Bei der Kundgebung erwarten die Veranstalter Unterstützer aus ganz Schleswig-Holstein. Es werde einen Tortenwurf-Stand geben, bei dem mit Rasierschaum-Torten auf Porträts von AfD-Politiker geworfen werden könne. 

Für Beatrix von Storch war es nicht das erste Torten-Erlebnis: Bereits im Februar 2016 eröffnete ein Clown des "Peng!-Kollektivs" den „Tortalen Krieg“ mit einem Wurf.

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