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Politik Belgische Regierung gegen Einsatz von Glyphosat
Nachrichten Politik Belgische Regierung gegen Einsatz von Glyphosat
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11:31 25.10.2017
Der Unkrautvernichter ist hochumstritten Quelle: dpa
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Brüssel

Experten der EU-Länder haben ihre Beratungen über eine weitere Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat aufgenommen. Sie kamen am Mittwochmorgen in Brüssel zusammen. Kurz vor der Sitzung teilte die belgische Regierung mit, dass sie gegen eine Zulassung des Mittels für weitere sieben oder zehn Jahre sei. Vielmehr schließe man sich der Forderung des Europaparlaments nach einem Verbot bis 2022 an, erklärte der Agrarminister Denis Ducarme der belgischen Nachrichtenagentur Belga.

Das Herbizid Glyphosat gilt als sehr wirksam und wird massenhaft eingesetzt, steht aber im Verdacht, Krebs zu erregen und die Umwelt zu belasten. Die EU-Kommission hatte ursprünglich die weitere Zulassung für zehn Jahre beantragt, war aber am Dienstag auf fünf bis sieben Jahre zurückgegangen. Kurz zuvor hatte das Europaparlament die Forderung aufgestellt, das Mittel bis 2022 schrittweise zu verbieten.

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Zulassung für Unkrautvernichter läuft ab

Die Zulassung für das Mittel in Europa läuft Ende des Jahres ab, sofern sie nicht erneuert wird. Die Entscheidung liegt bei einem Gremium mit Experten der EU-Länder, dem sogenannten PAFF-Komitee (Standing Committee on Plants, Animals, Food and Feed). Ob am Mittwoch abgestimmt wird, ist unklar.

Die Bundesregierung hatte bis zuletzt keine Position bezogen, weil sie sich uneins ist. Für diesen Fall ist Enthaltung vorgesehen. Damit war zuletzt keine Mehrheit für oder gegen die weitere Zulassung abzusehen. Kommt keine Mehrheit zustande, könnte die EU-Kommission entscheiden oder ein Vermittlungsverfahren starten.

Schutz vor Glyphosat

Um sich als Verbraucher wirksam vor Glyphosat zu schützen, rät Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg zu Bio-Produkten. „Relativ sicher ist man nur da, wo gar keine Herbizide zum Einsatz kommen“, sagte sie. Hundertprozentig sei diese Sicherheit aber auch nicht. Denn Wind oder Gewässer können das Unkrautgift vom Nachbarfeld zum Bio-Bauern tragen.

Von dpa/RND

25.10.2017
25.10.2017