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Politik So sollen die Schulen digitaler werden
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17:40 02.07.2018
Foto: Die Digitalisierung der schleswig-holsteinischen Schulen soll auch aus Mitteln des Digitalpaktes des Bundes finanziert werden.
Die Digitalisierung der schleswig-holsteinischen Schulen soll auch aus Mitteln des Digitalpaktes des Bundes finanziert werden. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Bildungsministerin Karin Prien sieht Schleswig-Holstein auf einem guten Weg für das digitale Lehren, Lernen und Arbeiten an Schulen. Wichtige Weichen seien gestellt, sagte die CDU-Politikerin am Montag in Kiel. Lehrerfort- und Ausbildung, Modellschulen, Infrastruktur - viele Maßnahmen seien schon erfolgreich auf den Weg gebracht worden, andere stünden in den Startlöchern.

Sie alle sollen im „Digitalen Bildungspaket“ zusammengeführt werden. Die digitale Entwicklung der Schulen solle systematisch vorangetrieben werden, sagte die Ministerin. „Digitalisierung ist kein Zukunftsthema, sondern ein Gegenwartsthema.“ So sei beispielsweise die Vermittlung von Medienkompetenz seit dem Wintersemester 2017/18 in allen Lehramtsstudiengängen verbindlich.

"Bildungscloud" für Schulen in Schleswig-Holstein?

Für die rund 28000 Lehrer, die bereits an den Schulen im Land unterrichten, gibt es demnach ein umfangreiches Fortbildungsprogramm, um sie fit für die digitale Schulwelt zu machen.

Des Weiteren wurden Projekte wie die Einführung einer einheitlichen Schulsoftware oder die Entwicklung einer Art „Bildungscloud“ angestoßen, über die Lehrer, aber auch Eltern und Schüler kommunizieren können sollen. Auch sollen Lehrer in Schleswig-Holstein endlich Dienst-Emailadressen erhalten. Bisher müssen Lehrer, wenn sie per Mail Absprachen treffen wollen, ihre privaten Accounts nutzen.

Fünf Milliarden Euro im Digitalpaket des Bundes

Die Digitalisierung der schleswig-holsteinischen Schulen soll auch aus Mitteln des Digitalpaktes des Bundes finanziert werden. Der Bund hatte den Ländern in den kommenden fünf Jahren insgesamt fünf Milliarden Euro versprochen. Eine entsprechende Bund-Länder-Vereinbarung soll bis Ende des Jahres stehen.

Karin Prien betonte, dass Digitalisierung kein Selbstzweck sei, sondern Teil eines pädagogischen Konzepts. Es gehe nicht darum, Technik um jeden Preis anzuschaffen, wenn man nicht wisse, wie sie sinnvoll eingesetzt werden soll.

Die SPD vermisst eigene Impulse der Ministerin. Es sei nichts vorgestellt worden, „was nicht schon von der Regierung der Küstenkoalition auf den Weg gebracht worden wäre“, sagte der schulpolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Kai Vogel. „Nur dass es mit mehr Geld ausgestattet werden kann.“

Von dpa