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Politik Polizei bestätigt die Sorgen
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07:00 23.08.2018
Von Bastian Modrow
Die Polizei bestätigt die Befürchtungen des Bürgermeisters. Quelle: Ulf Dahl
Boostedt

 Unterstützung bekommt Bürgermeister Hartmut König (CDU) indirekt auch von der Polizei. In internen Protokollen, die unserer Zeitung vorliegen, werden die von König vorgetragenen Probleme mit Zuwanderern der Landesunterkunft (LUK) bestätigt.

Vor zwei Wochen hatte sich der Boostedter Bürgermeister in einem öffentlichen Hilferuf zu Wort gemeldet und über gravierende Probleme mit Flüchtlingen berichtet. Er klagte über Krawall, rüpelhaftes Benehmen und Respektlosigkeit von Migranten. In der LUK seien fast nur noch Asylbewerber ohne Bleibeperspektive, die auf ihre Abschiebung warten oder die im Zuge des Dublin-Abkommens in ein anderes EU-Land überführt werden sollen. Unterstützung bekam der ehrenamtliche Bürgermeister von allen im Gemeinderat vertretenen Fraktionen. Als erste Konsequenz stockte das Innenministerium die Polizeistation in Boostedt um zehn auf 22 Beamte auf. Das Revier ist seither rund um die Uhr besetzt.

Lob und Kritik für König

König und seine Gemeindevertreter bekamen viel Lob, mussten aber auch harsche Kritik einstecken: Von Stammtischparolen und populistischen Übertreibungen war die Rede. Die Landespolizei sieht das offenkundig anders: In einer „Rahmenkonzeption“, mit der der Vize-Landespolizeidirektor Joachim Gutt am 8. August die Aufstockung der Einsatzkräfte in Boostedt verfügte, heißt es wörtlich: „Die Wahrnehmungen in der Bevölkerung, wie sie in den medialen Berichterstattungen der letzten Tage wiedergegeben wurden, werden durch die Lagebeschreibungen der Polizeibeamtinnen und -beamten vor Ort bestätigt.“

Um Problemen mit einzelnen Bewohnern der Landesunterkunft Herr zu werden, kündigte die Behördenleitung in der Dienstversammlung überdies Prüfungen an, ob für straffällige Bewohner eine Punkteliste für Straftaten eingeführt werden könne, um diese dann zentral bearbeiten zu können. Auf ein vergleichbares System setzt die Landespolizei bereits seit Jahren im Kampf gegen jugendliche Intensivtäter.

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