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Politik Wadephul führt Landesliste der CDU an
Nachrichten Politik Wadephul führt Landesliste der CDU an
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20:39 03.02.2017
Von Ulf Billmayer-Christen
Ist auf Platz eins der CDU-Landesliste für den Bundestag gesetzt: Johann Wadephul. Quelle: Carsten Rehder/dpa
Neumünster

„Natürlich gibt es vereinzelt Unruhe bei Lehrkräften und Schulträgern, aber kaum jemand stellt ernsthaft in Frage, dass für die Kinder G9 der bessere Weg ist“, sagte Günther am Rande des Landesparteitages am Freitagabend in Neumünster. Das sei für das entscheidende Argument. „Im Mittelpunkt unserer Schulpolitik stehen die Kinder.“

Am Vortag hatte Günther überraschend angekündigt, dass die Union im Fall eines Wahlsiegs das 2008 von der CDU durchgesetzte Turbo-Abi an Gymnasien abschaffen und zum früheren G9 zurückkehren werde. Dieser Kurswechsel ist auch in der CDU umstritten. Kritik kommt aus Kommunen, die Gymnasien nach der G8-Einführung teuer ausbauten und vereinzelt auch aus Schulen, die für das Turbo-Abi den Unterricht umgestaltet haben. „Der G9-Schuss kann nach hinten losgehen“, meinte ein Delegierter. Ein anderer nannte den Vorstoß „mutig“. Beifall bekam Günther von jüngeren Delegierten. Am Sonnabend dürfte der Parteitag die Pläne abnicken und Günther auch formal zum Spitzenkandidaten für die Wahl küren.

Günther kündigte in Neumünster an, dass die Schuloffensive (Gute Schule braucht Zeit) ein Schwerpunkt im Wahlkampf sein werde. Punkten will die Union vor allem mit zwei weiteren Themen, der Sanierung der Infrastruktur und der Inneren Sicherheit. „Wir werden der Polizei bei ihrer schwierigen Arbeit den Rücken stärken“, so Günther.

Wadephul holt Listenplatz eins

Im Anschluss stellte die CDU ihre Landesliste für die Bundestagswahl auf. Spitzenkandidat ist der Bundestagsabgeordnete Johann Wadephul (Rendsburg-Eckernförde). Auf Platz fünf kam Gero Storjohann (Segeberg/Stormarn-Mitte). Thomas Stritzl (Kiel) holte den aussichtsreichen Listenplatz sieben, Melanie Bernstein (Plön/Neumünster) Platz neun.

Nach der Einzelwahl Wadephuls wurde die gesamte Landesliste der Plätze 2 bis 22 in einem Wahlgang en bloque bestätigt - mit 221 von 239 abgegebenen Stimmen (94,04 Prozent). Neu dabei sind unter anderem Astrid Damerow (im Wahlkreis Liebings), Melanie Bernstein (im Wahlkreis Murmanns), Nicolas Sölter (in Schröders Wahlkreis) und Claudia Schmidtke in Lübeck. Günther sprach von einem „tollen Wahlerergebnis“.

In der zu Ende gehenden Legislaturperiode stellte die CDU elf Bundestagsabgeordnete. Ausscheiden werden der Vorsitzende der Landesgruppe der CDU-Bundestagsabgeordneten, Ole Schröder (Pinneberg) - er will wieder als Jurist arbeiten - und der Bundesvorsitzende der Kommunalpolitischen Vereinigung der Union und ehemalige CDU-Landesvorsitzende Ingbert Liebing (Nordfriesland- Dithmarschen -Nord), der in den Kieler Landtag wechseln will. Auch der Unternehmer Philipp Murmann (Plön-Neumünster) und die Lübecker Abgeordnete Alexandra Dinges Dierig kandidieren nicht mehr.

CDU-Landesliste für Bundestagswahl

Am Sonnabend hofft die CDU auf Rückendeckung von Parteichefin Angela Merkel. Die Kanzlerin will für eine Stunde in Neumünster vorbeischauen. Zudem soll Günther zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl gekürt werden. Und das Programm zur Landtagswahl steht zur Abstimmung. Es liegen rund 450 Änderungsanträge vor.

Die beiden ersten Plätze der Landesliste für die Landtagswahl müssen neu gewählt werden. Im vergangenen Juni war Liebing mit fast 92 Prozent zum Spitzenkandidaten gekürt worden. Ende Oktober trat er zurück. Die Umfragewerte der Union waren schlecht, Liebings Bekanntheitsgrad im Land miserabel. Jetzt kandidiert Günther für Platz eins und Liebing für Platz zwei.

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