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Nachrichten Politik DAAD vergibt mehr Stipendien als je zuvor
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06:22 04.06.2019
Werden sie im Studium einmal ins Ausland gehen? Studenten an der Uni Leipzig. Quelle: Jan Woitas/dpa
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Berlin

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat im Jahr 2018 mehr als 145.000 Studenten und Wissenschaftler mit Stipendien für Auslandsaufenthalte gefördert, mehr als je zuvor.

Das geht aus dem DAAD-Jahresbericht hervor, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wird und dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Die Zahl der Geförderten stieg im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent.

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„Vielerorts müssen wir beobachten, dass im 30. Jahr nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs wieder neue Mauern und Zäune errichtet werden“, sagte DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel dem RND.

Auch deshalb sei es „gar nicht hoch genug einzuschätzen, dass eine steigende Anzahl von jungen Menschen die Erfahrung eines Auslandsaufenthaltes sucht“, fügte sie hinzu. „Als DAAD werden wir nicht nachlassen, noch mehr Menschen vom Wert des internationalen Austauschs zu überzeugen“, sagte Wintermantel.

Westeuropa, Asien und Nordamerika sind attraktiv

Die wichtigsten Zielregionen für deutsche Bewerber sind laut Jahresbericht Westeuropa, Asien und Nordamerika. Bei den Jahresstipendien für Graduierte und Doktoranden steht Großbritannien demnach weiter ganz oben auf der Skala der beliebtesten Zielländer – allerdings mit rückläufigen Zahlen.

Von den rund 145.000 Geförderten stammen mehr als 63.000 aus dem Ausland – der DAAD sieht darin einen Nachweis, dass Deutschland ein attraktiver Standort für internationale Studierende ist.

Seit 1950 haben mehr als eine Million Ausländer ein Stipendium des DAAD für einen Aufenthalt in Deutschland erhalten. Der DAAD förderte auch studienvorbereitende Sprachkurse für Geflüchtete, mit denen diese auf das Studium an einer deutschen Hochschule vorbereitet werden sollen.

Der DAAD – im Jahr 1925 auf Initiative einzelner Studenten gegründet – ist heute eine der wichtigsten Förderorganisationen für den internationalen Austausch von Studenten und Wissenschaftlern weltweit.

Lesen Sie auch ein Interview mit Margret Wintermantel: „Da muss sich an den Hochschulen dringend etwas ändern“

Von Tobias Peter/RND

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