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Politik Ende der Operation Sophia
Nachrichten Politik Ende der Operation Sophia
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13:14 09.02.2019
Von Frank Behling
Fregatte „Augsburg“ macht nach dem Ende der Operation Sophia am Sonnabend in Lissabon fest. Quelle: Frank Behling
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Lissabon

Das Schiff war zuvor offiziell aus der Operation Sophia entlassen worden. Damit endet nach knapp vier Jahren die deutsche Beteiligung an den Marineoperationen vor der Küste Libyens. Nachdem zunächst die Rettung von Flüchtlingen auf See im Fokus stand, gehörte zuletzt die Suche nach Waffenschmugglern zu den Aufgaben. 

Am Sonnabend ist die „Augsburg“ in Lissabon festgemacht. In der portugiesischen Hauptstadt hat die Besatzung bis Montagnachmittag Zeit zum Landgang. 

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23.000 Seemeilen zurückgelegt

Die "Augsburg“ hatte seit dem Herbst an der von Italien geführten EU-Mission teilgenommen. Die Fregatte legte dabei 23.000 Seemeilen zurück. 

Zuletzt konzentrierte sich auf die Aufgabe bei der Operation Sophia auf die Überwachung des Schiffsverkehrs. 50 Handelsschiffe wurden dabei von der „Augsburg“ seit November überprüft. An Bord war für diese Aufgabe auch ein Boardingteam der Marine Litauens eingeschifft. 

22.534 Menschen gerettet

Rettungsaktionen für in Seenot geratene Flüchtlinge hatte es seit April vergangenen Jahres nicht mehr gegeben. Deshalb beschloss  Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen vor zwei Wochen den Abzug Deutschlands aus der Mission. Der vorgesehene Einsatz des Einsatzgruppenversorgers „Berlin“ wurde gestrichen. 

Seit Beginn der Beteiligung deutscher Schiffe an der Seenotrettung im Mittelmeer haben deutsche Marinesoldaten nach Mitteilung des Einsatzführungskommandos 22.534 Menschen gerettet und nach Europa gebracht. Die Operation war am 7. Mai 2015 gestartet worden. Insgesamt wurden durch Einheiten der EU-Operation Sophia mehr als 49.000 Menschen aus Seenot gerettet.