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Politik Döring: Betriebe sollen Erfahrung der Älteren nutzen
Nachrichten Politik Döring: Betriebe sollen Erfahrung der Älteren nutzen
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18:03 01.07.2009
Kiel

Kiel - Arbeitsminister Uwe Döring hat die Unternehmen aufgerufen, auch in Krisenzeiten Arbeitnehmer über 50 Jahre zu beschäftigen. Ihr Wissen und ihre Erfahrung seien in vielen Branchen unverzichtbar. „Die Jungen können schneller laufen, aber die Älteren kennen die Abkürzungen“, sagte der Minister, der Mittwoch eine positive Zwischenbilanz der im Herbst 2007 gestarteten Initiative „Arbeit im demografischen Wandel“ zog.

Das hätten die Unternehmen „eigentlich“ auch verstanden. So seien in guten Zeiten wieder mehr über 50-Jährige eingestellt worden. In dieser Altersgruppe gab es im März 2005 in Schleswig-Holstein 762305 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, im März 2008 waren es sogar 803131. Mittlerweile hat sich der Trend aber wieder umgekehrt. In Zeiten der Krise würden ältere Arbeitnehmer schneller entlassen als jüngere, erklärte Döring. Die Zahl der Arbeitslosen zwischen 50 und 65 Jahren sei im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat überproportional um 8,4 Prozent gestiegen, bei der Altersgruppe von 55 bis unter 65 Jahren sei sogar eine Zunahme von 17,1 Prozent zu verzeichnen. Da die Personalkosten für ältere Arbeitnehmer in der Regel höher sind als für jüngere, hält Döring eine Änderung der Tarifstrukturen für denkbar.

An der Initiative „Arbeit im demografischen Wandel“ sind neben dem Arbeitsministerium das Sozialministerium, die Unternehmensverbände Nord, der DGB, die IHK, die Handwerkskammer Schleswig-Holstein und die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit beteiligt. Ziel ist es, älteren Langzeitarbeitslosen die Reintegration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen beziehungsweise ihre Arbeitsplätze in den Betrieben zu sichern. Das Arbeitsministerium fördert zurzeit sechs Projekte mit drei Millionen Euro. Mit den Mitteln von EU und Land sollen insgesamt 800 ältere Erwerbslose bei ihrer Rückkehr ins Berufsleben unterstützt werden.

Döring forderte auch mehr maßgeschneiderte Weiterbildungsangebote, um aus der Krise herauszukommen. Von derzeit 7500 Kurzarbeitern in Schleswig- Holstein nutzten lediglich 250 die angebotenen Fortbildungskurse.

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