Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Politik Entführte Seeleute der "Hansa Marburg" wieder frei
Nachrichten Politik Entführte Seeleute der "Hansa Marburg" wieder frei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:15 25.05.2013
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Neustadt in Holstein

Alle vier - der Kapitän, der 2. Offizier, der Leitende Maschinist und ein Bootsmann - seien unverletzt, würden aber ärztlich betreut.

Weitere Angaben, etwa zum Ablauf der Verhandlungen oder etwaigen Lösegeld-Zahlungen, machte die Bundespolizei nicht. Die Ermittlungen gegen die Täter dauerten an, hieß es.

Die betroffenen Crew-Mitglieder stammen nach Angaben der Hamburger Reederei Leonhardt & Blumberg aus der Ukraine, Russland und dem Inselstaat Kiribati im Pazifik. Die 175 Meter lange "Hansa Marburg", die unter liberianischer Flagge fährt, war am 22. April im Golf von Guinea angegriffen worden, 250 Kilometer südwestlich von Malabo, der Hauptstadt Äquatorialguineas. Tags darauf waren die Kidnapper mit ihren Geiseln von Bord gegangen. Die restliche Besatzung setzte die Fahrt in Richtung Senegal fort und informierte die Behörden.

Die vier Entführungsopfer seien am Samstag in Deutschland gelandet und nach ersten Erkenntnissen körperlich unbeschadet, würden aber ärztlich und psychologisch betreut, sagte Matthias Menge von der Bundespolizei in Bad Bramstadt. "Dass man nach einem Monat Geiselhaft nicht so fit ist, erklärt sich von selbst." Von den übrigen Besatzungsmitgliedern war niemand verletzt worden.

Im April 2009 war schon einmal ein anderes Schiff von Leonhardt & Blumberg von somalischen Seeräubern überfallen worden. Erst vier Monate später gaben die Piraten die "Hansa Stavanger" und ihre 24-köpfige Besatzung gegen ein Lösegeld von 2,7 Millionen Dollar (2,1 Millionen Euro) frei. Eine Befreiungsaktion durch die Elitetruppe GSG 9 zu Beginn der Geiselnahme war kurzfristig abgebrochen worden.

Die Bundespolizei See ermittelt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg in dem Fall. Die Behörde unterstützt deutsche Reedereien außerdem bereits seit 2010 in der Präventionsarbeit gegen die weltweite Piraterie. Das Pirateriepräventionszentrum der Bundespolizei in Neustadt in Holstein stellt Informationen, Risikobewertungen und Verhaltensrichtlinien für die maritime Wirtschaft zum Thema Piraterie bereit.

dpa

Libanesische Milizen mischen sich immer stärker in den syrischen Bürgerkrieg ein. Allein an der Schlacht um die strategisch wichtige Stadt Al-Kusair seien inzwischen rund 2000 Kämpfer der Schiitenbewegung Hisbollah beteiligt, sagte Abu Raad, ein Aktivist aus der Region der dpa.

Deutsche Presse-Agentur dpa 25.05.2013

Nach dem "Euro-Hawk"-Desaster haben Abgeordnete von Koalition und Opposition die Regierung aufgefordert, einen Ausstieg Deutschlands beim geplanten Kauf ähnlicher Drohnen für die Nato zu prüfen.

Deutsche Presse-Agentur dpa 25.05.2013

Vor dem Champions-League-Finale hat das Bundeskriminalamt (BKA) nach Berichten mehrerer Medien vor einem möglichen Terror-Anschlag in Deutschland gewarnt. Nach Aussage von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) gibt es aber keine konkreten Erkenntnisse über Anschlagspläne von Islamisten auf Fußball-Fanmeilen.

Deutsche Presse-Agentur dpa 25.05.2013