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Politik Hongkonger wollen erneut demonstrieren
Nachrichten Politik Hongkonger wollen erneut demonstrieren
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19:17 09.08.2019
Demonstranten mit Bannern bei einem Protest auf dem Flughafen in Hongkong. Quelle: Vincent Thian
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Hongkong

Hongkongs Protestbewegung will am Samstag wieder auf die Straße gehen. Geplant sind Protestmärsche und Kundgebungen. Auch am Flughafen, wo sich bereits am Freitag Hunderte Demonstranten versammelt hatten, soll wieder protestiert werden.

In Hongkong kommt es seit zwei Monaten immer wieder zu großen Protesten und Ausschreitungen. Auslöser für die Demonstrationen war ein Gesetzentwurf zur Auslieferung mutmaßlicher Krimineller an China. Regierungschefin Carrie Lam hat das Gesetz mittlerweile zwar für „tot“ erklärt. Die Demonstrationen haben sich aber zu einer breiteren Bewegung gegen die Regierung und das harte Vorgehen der Polizei entwickelt. Viele Menschen befürchten zudem zunehmenden Einfluss Pekings und fordern demokratische Reformen.

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Die frühere britische Kronkolonie wird seit der Rückgabe 1997 an China nach dem Grundsatz „ein Land, zwei Systeme“ als eigenes Territorium autonom regiert. Anders als die Menschen in der Volksrepublik genießen die Hongkonger nach dem Grundgesetz für die chinesische Sonderverwaltungsregion das Recht auf freie Meinungsäußerung sowie Presse- und Versammlungsfreiheit. Viele der sieben Millionen Hongkonger befürchten zunehmend, dass ihre Freiheiten beschnitten werden könnten.

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Regierungschefin Lam warnte am Freitag vor den ökonomischen Folgen der anhaltenden Proteste. Die Wirtschaft der Stadt würde von ihnen wie “ein Tsunami” getroffen. Ohnehin seien die Rahmenbedingungen wegen des andauernden Handelsstreits zwischen den USA und China schwierig. Die Zahl der Touristen sei in den vergangenen Wochen gesunken und auch der Konsum schwächele, sagte Lam weiter.

Bisher haben 22 Staaten Reisewarnungen für Hongkong herausgegeben, darunter die USA, Australien und Großbritannien. Lam forderte die Hongkonger am Freitag dazu auf, damit aufzuhören, "die Gewalt zu dulden". Die Regierung werde versuchen, ihre Arbeit besser zu machen.

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RND/dpa