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Politik Erneut Stein-Anschlag auf Hamburger Arbeitsagentur
Nachrichten Politik Erneut Stein-Anschlag auf Hamburger Arbeitsagentur
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16:22 30.04.2012
Die Hamburger Polizei hofft auf ruhigen 1. Mai Quelle: Christian Charisius/Archiv
Hamburg

Erst am Montag vergangener Woche hatten Unbekannte 20 Scheiben der Agentur im Stadtteil Altona eingeschlagen - und rund 50 Flyer mit der Aufschrift "Gegen deutschen Arbeitswahn - Für einen kämpferischen 1. Mai - Gegen Nazis und Kapitalismus" hinterlassen. In beiden Fällen führt der Staatsschutz die Ermittlungen.

Nach dem Anschlag in Eimsbüttel nahmen Zivilfahnder in der Nacht zum Montag in der Nähe des Tatorts drei junge Verdächtige fest, wie ein Polizeisprecher sagte. "Sie hatten Eimer mit Kleister und diverse Plakate mit dem Tenor "Keine Zukunft für Nazis" und "Nazis den Tag der Deutschen Zukunft versauern" dabei." Für den 2. Juni planen Neonazis einen Aufmarsch in Hamburg. Die Verdächtigen - sie sind 21 und 25 Jahre alt - kamen später wieder auf freien Fuß. Bei den Beamten schwiegen sie zu den Vorwürfen.

Ein Zeuge hatte das Klirren von Scheiben gehört und drei Männer weglaufen sehen. Er alarmierte die Polizei. Zivilfahnder trafen nahe der Arbeitsagentur auf drei junge Männer, auf die die Beschreibung des Zeugen passte. An der Agentur war jeweils die äußere Scheibe der Doppelverglasung beschädigt worden. Die Beamten stellten elf Steine sicher. In den umliegenden Straßen seien zudem zahlreiche Anti-Nazi-Plakate "frisch angebracht" worden, hieß es.

Nach schweren Krawallen in den vergangenen Jahren hofft die Hamburger Polizei auf einen relativ ruhigen 1. Mai. Vor allem die Nacht zum 1. Mai, die Walpurgisnacht, könnte nach ihrer Einschätzung ohne größere Störungen verlaufen. Die Polizei geht davon aus, dass viele Hamburger am Dienstag ins schleswig-holsteinische Neumünster fahren, um dort gegen einen geplanten Neonazi-Aufmarsch mit rund 200 Teilnehmern zu protestieren. Im Anschluss an die sogenannte revolutionäre 1.-Mai-Demonstration am Dienstagabend rüsten sich die Polizisten aber für mögliche Ausschreitungen.

dpa

Schleswig-Holsteins Arbeitsminister Heiner Garg (FDP) hat sich zum "Tag der Arbeit" am 1. Mai für verbindliche Lohnuntergrenzen stark gemacht. "Mir bereitet Sorge, dass Menschen fünf Tage die Woche acht Stunden am Tag arbeiten und so wenig verdienen, dass sie sich selbst nicht davon ernähren können", sagte Garg der Nachrichtenagentur dpa am Montag.

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