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Politik Eskalation im Jemen-Krieg: Rebellen greifen Saudi-Ölfeld mit Drohnen an
Nachrichten Politik Eskalation im Jemen-Krieg: Rebellen greifen Saudi-Ölfeld mit Drohnen an
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15:50 17.08.2019
Trümmer im Jemen: Deutschland unterstützt im jemenitischen Bürgerkrieg die von Saudi Arabien geführte Allianz gegen die schiitischen Huthi-Rebellen.
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Sanaa

Die Huthi-Rebellen im Jemen haben nach eigenen Angaben ein Ölfeld im benachbarten Saudi-Arabien mit Drohnen angegriffen. Bei der Attacke auf das Schaiba-Ölfeld im Osten des Landes seien zehn Drohnen eingesetzt worden, teilte ein Militärsprecher der Huthis am Samstag mit. Der Angriff habe unter anderem einer Raffinerie gegolten.

Der staatliche saudische Ölkonzern Saudi Aramco bestätigte, dass es am Samstagmorgen zu einem Feuer an Flüssiggas-Anlagen in Schaiba gekommen sei. Es habe keine Verletzten gegeben. Auch die Ölförderung des Unternehmens sei nicht beeinträchtigt, hieß es weiter.

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Saudi-Arabien kämpft gegen die Rebellen im Jemen

Das riesige Schaiba-Ölfeld liegt in der Nähe der Grenze zu den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) in der saudischen Wüste. Nach Unternehmensangaben werden hier rund eine Million Barrel Öl pro Tag produziert. Saudi-Arabiens Energieminister Chalid al-Falih verurteilte den Angriff nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur SPA als Angriff auf die weltweite Energieversorgung.

Saudi-Arabien führt im Jemen eine Militärkoalition an, die gegen die Huthis kämpft. Diese halten große Teile des Nordjemens inklusive der Hauptstadt Sanaa besetzt. In den vergangenen Monaten führten die Huthis mehrfach Angriffe mit Drohnen in Saudi-Arabien aus. Unter anderem griffen sie Ölpipelines und Flughäfen in dem Königreich an.

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