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Politik Wahlbeteiligung deutlich gestiegen
Nachrichten Politik Wahlbeteiligung deutlich gestiegen
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20:02 25.05.2014
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Eine erste Schätzung des Ergebnisses für Schleswig-Holstein hat die Wahlleitung für etwa 19.30 Uhr angekündigt. Quelle: dpa
Kiel

An der Europawahl haben sich in Schleswig-Holstein deutlich mehr Menschen beteiligt als vor fünf Jahren. Bis 17.30 Uhr hatten 40,6 Prozent der Berechtigten ihre Stimme abgegeben, berichtete die Landeswahlleitung am Sonntag in Kiel. Bei der letzten Wahl vor fünf Jahren waren es zum gleichen Zeitpunkt 31,7 Prozent und am Ende 36,8 Prozent. Um 18.00 Uhr schlossen die Wahllokale, die im ganzen Land von 8.00 Uhr an geöffnet waren. In ganz Deutschland behauptete sich die Union in Deutschland nach den ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF klar als stärkste Kraft, wobei die SPD spürbar zulegte.

Eine erste Schätzung des Ergebnisses für Schleswig-Holstein hat die Wahlleitung für etwa 19.30 Uhr angekündigt. Im nördlichsten Bundesland waren diesmal 2,26 Millionen Menschen stimmberechtigt und damit mehr als je zuvor. Schon im Laufe des Tages hatte sich angedeutet, dass die Wahlbeteiligung diesmal höher ausfallen würde als 2009. Landeswahlleiterin Manuela Söller-Winkler sagte der Nachrichtenagentur dpa, bis zur Schließung der Wahllokale seien keine größeren Probleme beim Ablauf der Wahl bekanntgeworden.

Die Kandidaten zur Europawahl in Schleswig-Holstein beobachteten den Wahlausgang gespannt.

Von den 751 EU-Abgeordneten stellt Deutschland 96. Wie viele Schleswig-Holsteiner im neuen Parlament vertreten sein werden, war am frühen Abend noch offen.

Beste Chancen, wiedergewählt zu werden, hatten mit aussichtsreichen Listenplätzen CDU-Spitzenkandidat Reimer Böge (62) und die SPD-Politikerin Ulrike Rodust (64). Die Aussichten für von Britta Reimers (42) von der FDP erschienen deutlich schlechter. Sie stand zwar auf Platz sechs der Bundesliste weit oben. Doch um ihren Parlamentssitz zu verteidigen, brauchte sie ein deutlich besseres Ergebnis ihrer Partei, als es die Umfragen erwarten ließen. Hoffnungen auf einen Einzug in das EU-Parlament machte sich auch von der eurokritischen Alternative für Deutschland deren Landesvorsitzende Ulrike Trebesius (44).

Ulrike Rodust sagte am Sonntagabend: „Ich freue mich, dass die SPD ihr Ergebnis gegenüber dem von 2009 so deutlich verbessern konnte. Meine Partei hat zusammen mit unserem europaweiten Spitzenkandidaten einen engagierten Wahlkampf zurückgelegt. Mit Martin Schulz als Kommissionspräisdenten und mit einer sozialdemokratischen Mehrheit im Europäischen Parlament wollen wir Europa besser machen. Ob wir dieses Ziel erreicht haben, muss die endgültige Auszählung der Stimmen in ganz Eurpa zeigen."

Vor der Wahl hatte die CDU das Ziel ausgegeben, ihren klaren Vorsprung vor der SPD von der Wahl vor fünf Jahren zu verteidigen. 2009 hatten die Christdemokraten mit 37,9 Prozent die SPD deutlich distanziert, obwohl sie 9,1 Prozentpunkte verloren. Die Sozialdemokraten holten damals mit 24,6 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis aller Zeiten. Die Bundes-SPD erreichte sogar nur 20,8 Prozent.

Die Grünen hofften am Sonntag, ihr Ergebnis von 2009 wiederholen zu können. Damals schafften sie 13,5 Prozent. Für die FDP stimmten vor fünf Jahren 12,7 Prozent der Wähler im Norden. Dieses Mal galt acht Monate nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag die Fünf-Prozent-Marke als Ziel.

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