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Politik Grote-Fahrerin baut Unfall mit Blaulicht
Nachrichten Politik Grote-Fahrerin baut Unfall mit Blaulicht
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20:00 03.03.2019
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Die Fahrerin von Innenminister Hans-Joachim Grote baute einen Unfall mit der Dienstlimousine. Für den Zusammenstoß musste sie sich vor Gericht verantworten. Quelle: Frank Peter (Archiv)
Norderstedt/Kiel

Die Fahrerin von Innenminister Hans-Joachim Grote musste sich wegen Gefährdung des Straßenverkehrs vor einem Amtsrichter verantworten – und kam laut „Hamburger Abendblatt“ mit einer teuren Verwarnung davon. Weil sie in Eile war, hatte sie mit Blaulicht überholt und war mit einem Auto kollidiert.

Die 58-jährige gelernte Berufskraftfahrerin habe den Minister im Mai 2018 um 8.30 Uhr mit der Dienstlimousine von dessen Wohnsitz in Norderstedt abholen sollen, schildert die Zeitung. Dabei habe sie schon auf der A7 der stockende Verkehr genervt. Als es auch im Stadtgebiet Norderstedts auf der Ulzburger Straße nur langsam vorangegangen sei, sei die Landesbedienstete auf die Gegenspur gewechselt und habe das Blaulicht eingeschaltet.

"Plötzlich kam ein schwarzer Schatten angeflogen"

Das Sondersignal habe sie vor dem Amtsgericht Norderstedt mit dem erheblichen Zeitdruck an jenem Morgen gerechtfertigt, heißt es. Mit „etwa 30 km/h“, so ihre Aussage, habe die Grote-Chauffeurin andere Autos überholt und dabei einen nach links abbiegenden Kleinwagen übersehen, schreibt die Zeitung weiter und zitiert dessen 47 Jahre alte Fahrerin: „Plötzlich kam ein schwarzer Schatten angeflogen. Alles passierte superschnell“. Die Autos kollidierten, der Schaden belief sich demnach auf 4000 Euro.

Chauffeurin muss 2000 Euro zahlen

In dem Bericht heißt es, die Chauffeurin, die jährlich 120.000 Kilometer zurücklege, habe sich psychologische Hilfe gesucht, weil sie der Unfall sehr mitgenommen habe. Wäre ihr der Führerschein entzogen worden, hätte ihr die Arbeitslosigkeit gedroht.

Klicken Sie hier, um zu sehen, welche Dienstwagen die Minister in Kiel benutzen.

Staatsanwalt und Richter stimmte dies offenbar milde. Wegen vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs habe man es bei einer Verwarnung mit Strafvorbehalt belassen. Grotes Fahrerin muss demnach 2000 Euro an die Aktion „Deutschland hilft“ zahlen. Und wird sich vermutlich künftig sehr genau überlegen, wann sie das Blaulicht setzt.

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