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Politik Freie Wähler oder die Grünen – Wer wird CSU-Koalitionspartner?
Nachrichten Politik Freie Wähler oder die Grünen – Wer wird CSU-Koalitionspartner?
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10:23 17.10.2018
Markus Söder (CSU, l), und Hubert Aiwanger, Spitzenkandidat und Partei-Chef der Freien Wähler in Bayern verhandeln über eine mögliche Koalition. Quelle: Peter Kneffel/dpa
Berlin

Drei Tage nach der Landtagswahl in Bayern haben die ersten Sondierungsgespräche begonnen. Angeführt von den Parteichefs Horst Seehofer und Hubert Aiwanger suchen zunächst CSU und Freie Wähler nach Grundlagen für mögliche Koalitionsverhandlungen. „Jetzt lassen Sie uns erstmal anfangen“, sagte Seehofer bei seiner Ankunft im Landtag in München. Für den Nachmittag sind Gespräche mit den Grünen geplant. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betonte, er gehe „optimistisch in die Gespräche“.

Wie in den vergangenen Tagen gab sich Aiwanger zuversichtlich, dass die beiden Parteien sich schnell einigen könnten. „Wir werden das schon hinkriegen“, sagte er. Er arbeite seit Jahren darauf hin.

Entscheidung direkt nach den Sondierungsgesprächen

Direkt im Anschluss an die Sondierungen mit beiden Parteien will die CSU entscheiden, mit welcher sie Koalitionsverhandlungen aufnehmen will. Dazu soll es entweder noch am Mittwochabend oder am Donnerstagmorgen eine Telefonschalte des Präsidiums geben. Offen ist noch, wie lange die Grünen und die Freien Wähler ihrerseits brauchen, um sich für oder gegen Koalitionsverhandlungen auszusprechen. Die Freien Wähler könnten am 27. Oktober bei ihrem Parteitag darüber abstimmen.

Söder und Seehofer hatten in den vergangenen Tagen immer wieder betont, dass sie mit einem Bündnis mit den Freien Wählern deutlich mehr sympathisieren. Bei den Grünen sehen sie etwa in den Bereichen Innenpolitik und Umweltschutz erhebliche inhaltliche Differenzen. Unklar ist zudem, ob auch die SPD noch bereit wäre, sich mit der CSU zu Sondierungen zu treffen. Der Vorstand will darüber am Sonntag beraten. Diese Option würde nur zum Tragen kommen, sollten die Gespräche mit Grünen und Freien Wählern scheitern.

Von RND/dpa/lf

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