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Politik Merz nennt AfD „offen nationalsozialistisch“
Nachrichten Politik Merz nennt AfD „offen nationalsozialistisch“
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06:22 13.11.2018
Friedrich Merz kritisiert die AfD in einem Radio-Interview scharf. Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa
Hannover

Friedrich Merz hat die AfD als „offen nationalsozialistisch“ bezeichnet. Der Kandidat für den CDU-Bundesvorsitz sagte in einem Interview mit WDR 5, die Partei falle „mit antisemitistischen Untertönen auf“, eine Koalition mit der AfD schließt Merz deshalb kategorisch aus.

Zwar will der ehemalige Fraktionschef der Christdemokraten abgewanderte Wähler von der AfD zurückgewinnen, jedoch gehört „eine ganz scharfe Abgrenzung nach rechts“ für Merz dazu. Auch eine Koalition mit der Linken-Partei kann sich Merz „in der gegenwärtigen Verfassung“ nicht vorstellen.

AfD hält Aussagen für schäbig und unwürdig

AfD Parteichef Jörg Meuthen reagierte auf die Interview-Aussagen von Merz empört: „Solche Verhaltensweisen sind eines wirklichen Konservativen und einer Partei, die Christlichkeit und Demokratie in ihrem Namen trägt, komplett unwürdig“, sagte er laut einer AfD-Mitteilung.

Meuthen distanzierte sich von der Anschuldigung, dass die AfD offen nationalsozialistisch sei. „Mit der gleichen Berechtigung könnte die AfD die CDU als ,offen nationalsozialistisch’ bezeichnen, das wäre ebenso unsinnig“, führt der AfD-Politiker aus.

Merz sieht sich nicht als Anti-Merkel

Auf die Frage, ob ein kürzlich publiziertes Porträt über den CDU-Politiker mit dem Titel „Der Anti-Merkel“ zutreffe, sagt Merz: „Ich bin vieles, aber sicher nicht der Anti-Merkel.“ Vielmehr wolle er sich gemeinsam mit der Kanzlerin der Partei-Zukunft widmen.

Von RND/ka

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