Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Politik Giffey fordert Frauenquote im Bundestag
Nachrichten Politik Giffey fordert Frauenquote im Bundestag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:28 13.11.2018
Franziska Giffey fordert eine Frauenquote für das Parlament. Quelle: imago/Markus Heine
Berlin

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich für eine Frauenquote im Bundestag ausgesprochen. Anlässlich des 100. Jahrestages der Einführung des Frauenwahlrechtes in Deutschland sagte die SPD-Politikerin in Berlin, dass die Hälfte der Bevölkerung weiblich sei, solle sich auch im Parlament widerspiegeln. Damit stellte sich Giffey hinter die Forderung ihrer Kabinettskollegin, Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD).

Bei dem Festakt zu „100 Jahre Frauenwahlrecht“ betonte Giffey, gleiche Chancen für Frauen und Männer seien gut für die Demokratie. Derzeit seien in keinem Parlament in Deutschland Frauen gleichberechtigt vertreten. Im Bundestag sei der Frauenanteil nach der vergangenen Wahl sogar um sechs Prozent auf 31 Prozent gesunken und habe damit den Stand von vor 20 Jahren, kritisierte Giffey.

Sie betonte, gleiche Teilhabe von Frauen und Männern seien immer noch keine Selbstverständlichkeit und müssten immer wieder neu erkämpft werden. Dabei gehe es um gleichen Lohn für gleiche Arbeit, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Aufwertung sozialer Berufe und den Schutz vor Gewalt.

Deutlich weniger Frauen in allen Parteien ohne Quote

Auch die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin, Jutta Allmendinger, kritisierte, dass Frauen sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft nach wie vor unterrepräsentiert seien. Im RBB-Inforadio sagte Allmendinger, das liege vor allem an verkrusteten Strukturen, die sich in Deutschland nur langsam lösten. Die Soziologin plädierte wie Giffey für die Einführung einer Quote. In allen Parteien ohne Quote gebe es deutlich weniger Frauen in Ämtern, sagte sie.

Lesen Sie auch: Frauen wählen anders

Am 12. November 1918 hatte die Revolutionsregierung aus SPD und USPD, der Rat der Volksbeauftragten, das allgemeine und gleiche Wahlrecht für Männer und Frauen im Deutschen Reich verkündet. Frauen durften erstmals am 19. Januar 1919 an der Wahl der verfassunggebenden Nationalversammlung teilnehmen. Bei der Wahl kandidierten 300 Frauen. 37 von ihnen zogen in das Parlament ein. Die Wahlbeteiligung der Frauen lag bei 80 Prozent.

Von RND/epd/ngo

Die Wahlergebnisse der Kandidaten von Republikanern und Demokraten in Florida unterschieden sich um nur wenige Prozentpunkte. Nachdem nun eine neue Auszählung der Wahlstimmen angeordnet wurde, hat Gouverneur Rick Scott die Wahlleitung verklagt. Diese hat bereits Fehler eingeräumt.

12.11.2018

Gut 130.000 Euro sollen von einer Schweizer Pharmafirma in mehreren Tranchen an den AfD-Kreisverband Bodensee geflossen sein, in dem Alice Weidel antrat. Doch die AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag sieht sich nicht in der Pflicht.

12.11.2018

Seehofer bestätigt seinen Abschied aus der Parteispitze, Söder verjüngt seine Landesregierung. Doch das kann nur der Anfang sein. Ein Überblick.

12.11.2018