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Politik USA setzen Tränengas an Grenze zu Mexiko ein
Nachrichten Politik USA setzen Tränengas an Grenze zu Mexiko ein
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12:42 02.01.2019
Migranten laufen von dem Tränengas weg, das von Soldaten des US-Grenzschutzes geworfen wurde, um die Migranten vom Eintritt in die USA abzuhalten. Quelle: Daniel Ochoa De Olza/AP/dpa
Tijuana

US-Behördenvertreter haben Tränengas über die Grenze nach Mexiko abgefeuert, um etwa 150 Migranten beim Versuch einer Überwindung des Grenzzauns in der Stadt Tijuana zu stoppen.

Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AP sah, wie mindestens drei Ladungen Tränengas auf die mexikanische Seite der Grenze nahe dem Strand von Tijuana am Dienstagmorgen abgegeben wurden. Das Gas beeinträchtigte die Migranten, darunter Kinder und Frauen, und Mitglieder der Presse.

Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde teilte mit, das Tränengas sei gegen Steinewerfer gerichtet gewesen, die sich abseits von den Migranten befunden hätten. Agenten hätten nicht gesehen, dass Migranten am Zaun durch das Tränengas beeinträchtigt worden seien. Von Seiten der AP wurde gesehen, dass Steine erst geworfen wurden, nachdem US-Agenten das Tränengas abgegeben hatten.

Steinwürfe, Pfefferspray und Tränengas

Die Behörde teilte mit, Agenten hätten gesehen, dass kleine Kinder mit Mühe über Stacheldraht gereicht worden seien. Ihre Agenten hätten nicht helfen können, weil die Steine geworfen worden seien. Die Agenten hätten Rauch, Pfefferspray und Tränengas benutzt. 25 Migranten seien festgenommen worden. Andere seien durch ein Loch unter dem Zahn zurück nach Mexiko gekrochen.

Migranten sagten, sie seien im Dezember in Tijuana mit einer Karawane aus Honduras angekommen. Während der eineinhalb Monate langen Reise nach Norden stieg die Zahl der Mitglieder der Karawane auf mehr als 6000 an. US-Präsident Donald Trump lehnt die Karawane ab.

Lesen Sie auch: Trump verteidigt Tränengas-Einsatz gegen Migranten

Viele der Migranten warten in Tijuana auf die Gelegenheit, bei den USA Asyl zu beantragen. Sie müssen aber voraussichtlich viele Monate warten. Andere haben Jobs in Mexiko bekommen und haben versucht, sich dort niederzulassen.

Trump befindet sich derzeit in einem Streit mit Demokraten im US-Kongress, weil er will, dass die von ihm geforderte Grenzmauer finanziert wird. Wegen des Streits hat die Regierung zum Teil zugemacht.

Lesen Sie auch: Dutzende Migranten an US-Grenze kehren freiwillig zurück

Von RND/ap/lf

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