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12:31 28.08.2019
Katastrophenschützer in Aktion: Feuerwehrmänner bekämpfen einen Waldbrand bei Treuenbrietzen (Brandenburg). Quelle: Michael Kappeler/dpa
Berlin

Die Grünen-Bundestagsfraktion will den Katastrophenschutz wegen des Klimawandels stärken. Das ergibt sich aus einem Forderungskatalog der Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt und der innenpolitischen Sprecherin Irene Mihalic, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Anlass ist der Europäische Katastrophenschutzkongress, der am Dienstag in Berlin beginnt.

Konkret müsse der Bund dafür sorgen, dass ausreichende Kapazitäten in Form von Fahrzeugen, Ausrüstungsgegenständen und Löschflugzeugen oder entsprechend ausgerüsteten Hubschraubern ausschließlich für die Aufgaben des Katastrophenschutzes zur Verfügung stünden, schreiben Göring-Eckardt und Mihalic. Auch müsse es mehr Anerkennung für das Ehrenamt geben, weil 90 Prozent der Mitarbeiter in „Blaulichtorganisationen“ ehrenamtlich engagiert seien – sowie Unterstützung für die Schaffung von digitalen Plattformen zur Einbindung von Spontanhelfern. Schließlich müsse die europäische Zusammenarbeit im Katastrophenschutz gestärkt werden, so in Gestalt der europäischen Katastrophenschutzreserve „rescEU“. Dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe müsse eine Zentralstellenfunktion im Katastrophenschutz zukommen.

Lesen Sie hier: Was Waldbrände für das Klima bedeuten

Umweltministerin hält Eröffnungsrede

„Der Katastrophenschutz steht vor gewaltigen Umbrüchen“, heißt es in dem Papier. „Die Klimakrise und die stark steigenden wetterbedingten Einsätze stellen die vornehmlich freiwillig engagierten Angehörigen der Hilfsorganisationen, Feuerwehren oder des Technischen Hilfswerks (THW) vor große Herausforderungen. Gleichzeitig setzen der demografische Wandel und veränderte Lebensentwürfe das Ehrenamt gewaltig unter Druck. Dazu kommen immer komplexere Anforderungen an die Ausbildung - zum Beispiel im medizinischen oder technischen Bereich.“

Der Katastrophenschutzkongress, der von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) eröffnet wird, dauert bis Mittwoch.

Von Markus Decker/RND

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