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Politik Grünen-Chef Habeck: „Es wäre schlecht, wenn nur Frauen Feminismus verkörpern“
Nachrichten Politik Grünen-Chef Habeck: „Es wäre schlecht, wenn nur Frauen Feminismus verkörpern“
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15:43 26.04.2019
Grünen-Chef Robert Habeck hat mehrere Vorbilder: Robin Hood, einen Studentenführer und einen Schriftsteller. Quelle: Hendrik Schmidt/ZB/dpa
Berlin

Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck hat den Studentenführer Rudi Dutschke, den Philosophen Albert Camus und den sagenumwobenen Räuberhelden Robin Hood als Vorbilder genannt. Auf Robin Hood sei er als Kind in dem gleichnamigen Disney-Zeichentrickfilm gestoßen, in dem der Held der Armen von einem Fuchs verkörpert wird. „Irgendwie schlitzohrig, aber für die gute Sache kämpfend“, sagte Habeck am Donnerstagabend bei einer Diskussionsveranstaltung der Zeitschrift „Brigitte“ in Berlin.

Dutschke, der die Studentenbewegung Ende der 60er Jahre geführt hat, habe ihn in einer Zeit beeinflusst, „in der ich Mut gesucht habe“. Bei dem französischen Philosophen Albert Camus habe ihn der Text „Der Mythos des Sisyphos“ fasziniert, der ihn zum Philosophie-Studium animiert habe.

Auf die Frage, warum unter seinen Vorbildern keine Frau sei, sagte Habeck: „Ich wollte Hannah Arendt sagen, habe mich aber nicht getraut, weil (der baden-württembergische Ministerpräsident) Winfried Kretschmann immer Hannah Arendt sagt.“ Die 1975 verstorbene Historikerin und Philosophin Hannah Arendt schrieb unter anderem über den Prozess gegen den NS-Funktionär Adolf Eichmann (“Eichmann in Jerusalem“) und beschäftigte sich mit Antisemitismus, Rassismus und der Entwicklung totalitärer Herrschaftsformen.

Von der rot-grünen Männerriege

Auf die Frage, ob das Land nach Merkel im Sinne der Emanzipation wieder eine Kanzlerin bräuchte, sagte er: „Es wäre schlecht um den Feminismus bestellt, wenn nur Frauen ihn verkörpern würden. Aber es wäre schon ein Rückschritt, wenn das, was Gerhard Schröder, Joschka Fischer oder Otto Schily - diese rot-grüne Männerriege - dargestellt haben, wieder der Ton der Politik werden würde.“

Der Frage nach seiner Kanzler-Eignung ging er aus dem Weg. Die Frage, wer was werde, lenke nur ab von der Ernsthaftigkeit der Politik. Darauf angesprochen, wo er sich in fünf Jahren sehe, antwortete der derzeitige Star der Grünen: „Ich habe Bock auf das, was ich gerade mache. Wenn es schiefgeht, was ich nicht hoffe, müssen es eben andere weiter machen.“

Von RND/dpa

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