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09:14 19.01.2019
Grünen-Chef Robert Habeck vermisst alltägliche Beschäftigungen. „Was mir fehlt, ist Normalität“, sagt der ehemalige Umweltminister Schleswig-Holsteins. Quelle: Hendrik Schmidt/ZB/dpa
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Berlin

„Was mir fehlt, ist Normalität: Fahrrad flicken, Rasen mähen, Hemden bügeln, die Wohnung sauber machen“, sagte Grünen-Chef Robert Habeck. „Manchmal schaffe ich es nicht einmal, einen Bankautomaten aufzusuchen. Ich hätte auch schon vor ein paar Wochen zum Friseur gehen sollen, aber ich weiß nicht wann.“

Laut einer vor rund einer Woche veröffentlichten Auswertung durch das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) war im vergangenen Jahr kein Politiker so häufig zu Gast in den reichweitenstarken Fernseh-Talkshows der Öffentlich-Rechtlichen wie Habeck.

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Habeck warnt vor Eitelkeit in der Politik

Der 49-Jährige teilte weiter mit, er vermeide „Alkohol bei öffentlichen Empfängen, weil ich dadurch müde und unkonzentriert werde“. Schon als Landwirtschaftsminister von Schleswig-Holstein habe er zudem aufgehört, Fleisch zu essen. Im Grunde ernähre er sich aber nicht bewusst. „Ich vergesse oft zu frühstücken - und futtere dafür später die alten Weihnachtskekse, die irgendwo rumliegen.“

Zugleich warnte Habeck vor einem Übermaß an Eitelkeit in der Politik. Zwar dürfe man keine Scheu haben, öffentlich zu reden. „Aber wenn Eitelkeit der Antrieb ist, wird Politik zum Spiel. Das können wir uns in Zeiten wie diesen nicht leisten.“

Rückzug von Facebook und Twitter

Anfang Januar sorgte Habeck für Aufsehen, als er sich aus den sozialen Netzwerken Twitter und Facebook verabschiedete. Anlass war ein schnell aufgezeichnetes und über soziale Netzwerke verbreitetes Video, mit dem Habeck Anfang des Jahres auf den anstehenden Landtagswahlkampf in Thüringen hatte einstimmen wollen: „Wir versuchen, alles zu machen, damit Thüringen ein offenes, freies, liberales, demokratisches Land wird, ein ökologisches Land”, sagte Habeck damals.

Habeck erntete einen Shitstorm, einen Sturm digitaler Kritik. Und meldete sich von Twitter und Facebook ab. Auch weil nach einem „Hackerangriff“ persönliche Chats von ihm mit Familienangehörigen publiziert wurden.

RND/dpa/jad

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