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Politik Habeck äußert sich zu einer möglichen schwarz-grünen Koalition
Nachrichten Politik Habeck äußert sich zu einer möglichen schwarz-grünen Koalition
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10:54 01.03.2019
Nach dem Abschied von Twitter und Facebook: Grünen-Chef Robert Habeck sagt in der „rbb-Abendshow“, er vermisse die sozialen Medien nicht. Quelle: Fabian Sommer/dpa
Berlin

Robert Habeck darf in der Mitte Platz nehmen. Der Sessel in der Mitte ist bei der „rbb-Abendshow“ am Donnerstagabend für den Grünen-Vorsitzenden reserviert – für den Chef der „Partei der Mitte“, wie rbb-Moderator Marco Seiffert Habeck ihn begrüßt und damit gleich zu Beginn des jüngsten TV-Auftritt des Grünen-Chefs die erste Pointe setzt. Denn – so viel steht fest – die Grünen bewegen sich zunehmend in die politische Mitte. Das zeigt allein der wirtschaftspolitische Anstrich, den Habeck seiner Partei neuerdings verpasst.

In der Abendshow spielt die Wirtschaftspolitik allerdings keine Rolle. Es geht um Habecks Ausstieg aus den sozialen Netzwerken – „Ich habe keine Entzugserscheinungen“. Um die Aussichten auf eine schwarz-grüne Koalition nach der nächsten Bundestagswahl. Um Habecks Beziehung zu seinem Parteikollegen Boris Palmer, Bürgermeister von Tübingen: „Boris hat ein Temperament, das ungezügelt ist“. Um Berlin und um das Alter des Grünen-Chefs. Von politischen bis persönlichen Themen ist alles dabei.

Habeck vermisst die sozialen Medien nicht

Im Januar hatte Habeck sich von Twitter und Facebook verabschiedet und seine Accounts gelöscht. Habeck war zuvor, wie viele andere Politiker, einem großen Datendiebstahl zum Opfer gefallen und private Facebook-Chats waren öffentlich geworden. Hinzu kam: Habeck selbst hatte sich einen Fehler geleistet und mit einem umstrittenen Tweet zur Landtagswahl in Thüringen heftige Kritik eingefahren. In der rbb-Show äußert er sich erneut zu seiner Entscheidung, sich von all diesen Plattformen zu verabschieden. Er vermisse die sozialen Medien keineswegs.

Nach seiner Position nach der kommenden Bundestagswahl 2021 gefragt, sagte Habeck, er sehe sich nicht im Kanzleramt. Er gehe davon aus, dass seine Partei keinen Kanzlerkandidaten oder -kandidatin aufstellen wird. Die Aussicht, in einer möglichen schwarz-grünen Koalition eng mit den CSU-Politikern Andreas Scheuer und Alexander Dobrindt zusammenarbeiten zu müssen, mache Habeck „keine Angst, aber schlechte Laune.“

Habeck zeigt sich versöhnlich gegenüber Boris Palmer

Zu Boris Palmer schlägt Habeck versöhnliche Töne an. Der Grünen-Bürgermeister von Tübingen ist bekannt dafür, für strittige Schlagzeilen zu sorgen. Habeck sagt, er kenne Palmer lange; das Temperament des Parteikollegen nennt er „ungezügelt“. Und: „Das geht mir manchmal auf den Senkel.“ Andererseits aber sei Palmer ein guter Bürgermeister in Tübingen. „Solange er sich um Tübingen kümmert und nicht um Berlin, haben alle ihren Frieden“.

„Bisschen mehr Radwege fänd’ ich geil“

Palmer hatte Berlin als nicht funktionierenden Teil Deutschlands bezeichnet. Diese Meinung teilt Habeck nicht. „Berlin ist super. Das ist eine komplizierte Stadt.“ Laut dem Grünen-Chef gehen viele Dinge in der Hauptstadt „schief“. Er plädiert allerdings dafür, etwas lockerer zu bleiben – und bekräftigt damit, wohl ungewollt, sein Image als unkonventioneller, jung gebliebener Politiker-Typ. „Gibt es etwas Schlimmeres, als dass der Bus nicht kommt? Bisschen mehr Radwege fänd’ ich geil“, sagte er im „rbb“.

Im September dieses Jahres wird Habeck 50 Jahre alt. Er gibt sich – wieder einmal – gelassen, und erklärt, keine Angst vor dem Alter zu haben. Allerdings sei er ein Geburtstagsmuffel. „Aber diesmal komme ich wohl nicht um eine Feier herum.“

Von RND/jw

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